ich schreibe wieder, was für ein Wunder! Aber keine Ahnung,
wie sich mein Blog in Zukunft fortsetzen wird... Noch immer ist Tumblr für mich
die Rettung aus meinem Alltag. Und jetzt, da ich aus gewissen privaten Gründen,
auch keinen Grund mehr habe, Tagebuch zu schreiben, widme ich mich mal wieder
meinem Blogspot.
Wenn ich schon bei Bildern und ihrem Ausdruck bin, möchte
ich mich gleich ein bisschen darüber auslassen. Es ist wahnsinnig, wie ein paar
olle Fotos von Natur und Menschen, die ich nicht kenne, mich berühren können. Jedes
einzelne zieht mich auf eine andere Art und Weise in seinen Bann und ich liebe
es, diese auf meinem Tumblr zu teilen, damit jeder, der meinen Blog besucht,
sofort nachvollziehen kann, was in mir vor sich geht. Sieht man sich alle
Bilder und Sprüche an, weiß man sofort, was mich bewegt und das ist meiner
Meinung nach absolut faszinierend, aber nur so lange auch die richtigen
Menschen meine Seite besuchen, sonst kann das auch mal schnell nach hinten
losgehen. Aber ich stehe in dieser Hinsicht zu meinen Gefühlen und dem, was ich
teile. Manchmal habe ich das Gefühl, dass kein anderer verstehen kann, was ich
reblogge und aus welchem Grund ich es tue. Vielleicht ist das gerade das die
Aufgabe des „Lesers“. Richtig nachvollziehen kann man mich wahrscheinlich eh
nicht, aber einen Versuch ist es ja wert. Also schaut mal hier vorbei:
http://ab-und-zu-lebenslichter.tumblr.com/
Und wenn ihr gerade Bock auf etwas zu Essen habt, dann wird
euch bei meinem zweiten Tumblr das Wasser im Mund zusammenlaufen. :D
Die Ferien laufen ganz gut, außer dass die übliche Frühlingserkältung mich schon wieder heimgesucht hat. Davon lass ich mich jedoch nicht aus der Fassung bringen. Morgen geht's zum Konzert von Scala & Kolacny Brothers. :)
Gestern war ich die liebe Lydi besuchen. Sie kam auf die Idee, den Menschen eine "Nachricht" zu übermitteln. Nur wie sollten wir das machen? - "Auf einen Zettel schreiben und an einen Pfosten kleben, wie auf den Bildern bei solchen Tumblr-Blogs!"
Gesagt, getan. Wir suchten uns als erstes ein schönes Zitat raus. Die Auswahl war riesig und schlussendlich entschieden wir uns für dieses: 'Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.' - Casper.
Der Sinn hinter diesen Worten erschien uns am bedeutsamsten. Nun ging es ans Zeichnen. Zuerst eine Skizze, dann auf ein ordentliches A5-Papier. Die Gestaltung erwies sich als gar nicht so einfach. Wir entschieden uns für weniger Farbe (benutzten einen Wachsmalstift) und hoben die wichtigsten Worte hervor, indem sie einen leichten Schatten bekamen oder von roter beziehungsweise grüner Farbe flankiert wurden.
Wir laminierten unser Blatt ein und machten uns, bewaffnet mit Hammer und Nagel, auf den Weg zu einem passenden Holzschild. Der Wind fauchte bitterkalt über das Feld, kaum zu glauben, dass vor einem Jahr schon 20°C um diese Zeit waren...
Jedenfalls nagelten wir unsere "Nachricht" irgendwo im nirgendwo an ein Schild, das die Richtung zu den Dörfern angab.
Außerdem gab es die ersten Erdbeeren in diesem Jahr! Bäh, diese hochgezüchteten Dinger aus dem Süden waren kein bisschen süß und hart wie Stein! Aber Hauptsache Erdbeeren, die gaben mir das erste Mal in diesem Jahr ein Gefühl von Frühling. Angeblich soll er ja nächste Woche kommen. Ich warte gespannt. Ihr sicher auch? Das ständige Grau macht einen ganz verrückt...
Wir sind
Menschen, die keineswegs zuviel an Perfektion besitzen, denn unsere Fehler sind
es, die unsere Verbindung verstärken. Wir lieben unsere Macken, weil sie uns
echt machen. Es gibt keinen Grund, warum man sich voreinander verstellen müsste.
Wir haben keinen großen Wunsch in unserem Leben, außer endlich vom Glück
verfolgt zu werden und eine erfüllte Liebe zu erfahren. Es sind Gefühle,
Geheimnisse und halbleer getrunkene Glasflaschen, die zwischen uns stehen, wenn
wir beieinander sind. Man ist sich für nichts zu schade, Eitelkeit – dieses
Wort gibt es nicht. Es ist nicht unser Ziel, die Aufmerksamkeit von anderen
Menschen zu erlangen. Ob wir es nun trotzdem tun, ist uns eigentlich egal. Uns
geht es vielmehr darum, ein gutes Lebensgefühl zu vermitteln, Menschen zu
verbessern und ihnen zu zeigen, was die wahren Ziele im Leben sind. Es ist
nicht wichtig, oft bei Facebook zu sein und „Freundschaften“ zu pflegen. Wir
haben lieber 10 gute Freunde, auf die wir Zählen können und die für uns da sind,
wenn wir sie brauchen (auch im wahren Leben), als 100 schlechte, die wir nur
als jene bezeichnen, weil sie genau so „cool“ sind, wie wir selbst. Es ist uns
nicht wichtig, auf andere so zu wirken. Unser Traum ist es, frei zu sein. Wir
lieben es, der Sonne zuzusehen, an Feldern entlang zu spazieren und Fotos zu
machen, aber nicht etwa im Auto-Modus! Bei Gewitter und Platzregen über Straßen
sprinten und das Herzklopfen spüren, sowas zeigt uns, wie schön das Leben ist.
Wenn sich
uns etwas in den Weg stellt, dann stellen wir uns diesem Problem gemeinsam und
finden eine Lösung, egal wie sie aussieht. Wir würden gern das ganze Leben hinterfragen,
jede paradoxe Situation benennen und erklären können.
Die
Zusammenhänge des Lebens zu suchen, scheint unsere Lebensaufgabe zu sein. Sie gemeinsam
zu entdecken und festzuhalten. Es ist die Sprache, die uns zusammenhält, all
die Worte, die wir Tag um Tag zueinander schicken und durch die wir versuchen,
unerklärliche Momente beziehungsweise Gefühle in einen Satz zu packen. Die Welt
scheint sich uns in einem anderen Licht zu offenbaren, als all den anderen
Menschen. Wir sehen sie mit unseren eigenen Augen, haben eigene Theorien und
Erklärungen, für das, was geschieht. Unsere Auswege offenbaren uns stets neue
Erlebnisse, neue Probleme, die es zu lösen gilt oder gar Glück, das wir uns
gemeinsam erarbeitet haben.
Unser Musikgeschmack kann als eigen bezeichnet werden. Wir
lieben Sänger, die ihren Texten einen versteckten Sinn verleihen. Es ist uns
eine Ehre, verschlüsselte Metaphern zu verstehen und sie zu interpretieren. Melodien
ziehen uns in ihren Bann, sie lassen unsere Augen funkeln und machen uns ganz
verrückt. Haben wir erst ein Lied gefunden, dann können wir nicht genug davon
bekommen. Es wird aufgesaugt, genau wie ein gutes Buch, vielleicht ein
historischer Roman oder die Geschichte eines Drogenjunkies. Gefühle von anderen
Menschen zu verstehen und sie zu deuten, ist unsere Stärke, das können wir.
Es sind so viele Faktoren, die mir beweisen, wie viel uns
verbindet, wir sehr wir uns ähneln, und wie toll es ist, dass wir zueinander
gefunden haben. Wer weiß, was wäre, wenn wir uns nicht begegnet wären. Ich will
all die Zeit nicht missen.
Das sind wir. Lydia und Tina. Lydi und Tini. Die zwei Heulsusen,
die Musikbegeisterten, die Fotografinnen, die …
So ihr Lieben... Sorry, dass erst heute wieder ein Beitrag kommt. Die letzten Tage waren ziemlich stressig. Dafür gewähre ich euch heute einen Einblick in meinen Brief aus Afrika von Pauline. Sie ist so etwas wie eine Brieffreundin und hat mir ein total süßes Geschenk gemacht: Ein selbstgenähtes Kleid. Ich glaube, ich werde es niemals in die Öffentlichkeit anziehen, aber es ist einfach nur total süß. Oder?
Jetzt fragt ihr euch sicher, was diese Liste soll...
Das ist unsere Route ins Leben, Lydi und mein Weg auf der Suche nach Freiheit und Glück. Wir wollen uns im Sommer 2016 (nachdem wir das Abi geschafft haben) ins Auto setzen und einfach losfahren. All die Orte von oben wollen wir besuchen und unterwegs die Welt betrachten, sie fotografieren und das Leben genießen.
So ein Mist, schon der 1. Tag hat mich überfordert. Aber die
ganzen Leute wieder in die Arme zunehmen, war toll!
Jetzt sind wir 9. Klasse. Verdammt, die „Kleinen“ sehen
jetzt uns als die „Großen“ an. Es kommt mir so vor, als wäre es nur einen
Augenblick entfernt, als ich auch noch zu den „Kleinen“ gehörte. Damals war
noch alles einfach. Einfach und anders. Ich verzweifle, wenn ich mir unsere
Schulbücher für dieses Jahr anschaue, aber zusammen schaffen wir das schon
irgendwie.
Ist es nicht schlimm, wie schnell die Zeit vergeht und wie
wenig wir sie nutzen? Man stellt sich immer vor, was man alles machen will,
verschiebt es auf später und nie wird etwas daraus. Oder noch schlimmer, wenn
man total skeptisch an verschiedene Dinge herangeht und in allem einen Sinn
sucht. Es können doch auch sinnlose Aktionen Spaß machen, oder etwa nicht? Wenn
wir die Chance haben, zu leben, wieso verschieben wir dann immer alles auf
später oder lassen gar nicht mal die Sau raus. Man lebt nur einmal und am Ende
bereut man es als alter Mensch, das Leben nicht genug ausgekostet zu haben.
Unsere Eltern haben uns in die Welt gesetzt, dass wir glückliche Lebewesen
sind, dass wir auch mal Scheiße bauen und austicken. Dafür leben wir.
Hier dann noch ein paar Bilder von unserer Zimmereinweihungs-, Ferienabschluss & Mädelsparty. Danke für die tollen Bilder, Lydi! <3
Wenn man
stundenlang auf dem Bett sitzt und Liebesbriefe schreibt, die nie abgeschickt
werden, dann ist das Angst.
Wenn man
monatelang um eine Person weint, dann sind das Liebe und Sehnsucht.
Wenn man Lieder
aus alten Zeiten hört, dann wünscht man sich diese zurück.
Wenn man unentwegt
an die wunderschönsten Momente denkt, dann will man alles verdrängen, was man
selbst und andere falsch gemacht haben.
Wenn man einen
Menschen kennengelernt hat, der scheinbar dasselbe Herz in sich trägt, wie man
selbst, dann ist das wahre Freundschaft.
Wenn man sich
wegen einem Missverständnis verliert, dann ist das wie ein psychischer Tod,
weil man den Teil nicht mehr hat, der einem zum Leben geholfen hat.
I carry all the
signs in my face
that tell you
that I need you
but you don't
seem to speak or understand
the language my
eyes are speaking.
I'm not a warrior
I won't fight
but I hate
playing the nice guy.
You need to let
it go
when you feel it
in your soul
heavy as a stone.
Then let it go
let it go
So ich habe mich jetzt für ein Praktikum in der Jugendpsychiatrie Leipzig beworben, hoffentlich nehmen sie mich an... Mit meiner Cam ist leider nichts geworden, aber ich suche weiter fleißig nach Angeboten. ;))
Manchmal brauchen wir Halt, besonders dann, wenn das Herz
nicht mehr alleine schlagen will, wenn es zutiefst verletzt wurde oder wenn es
eine schlimme Zeit hinter sich hat. Doch was gibt uns dieses Gefühl, nicht mehr
alleine zu sein? Wir brauchen einen Herzschrittmacher,
dass wir weiterleben können, einen Arzt,
der unser krankes Herz behandelt und eine Reha,
dass alles wieder so wird, wie es früher einmal war.
Der Herzschrittmacher
ist für jeden anders. Die meisten Menschen, darunter auch ich, haben eine ganz
besondere Art, ihr Herz wieder schlagen zu lassen. Für uns ist es die Musik,
die dem Leben wieder einen Sinn gibt. Mit verschiedenen Liedern verbinden wir
verschiedene Zeiten. Ist eine Zeit abgeschlossen, möchte man meistens auch das
dazugehörige Lied nicht mehr hören. Dann findet man ein Neues. Musik gibt uns
neue Gefühle, sie zeigt uns fremde Seiten und öffnet uns das Herz, damit all
der Frust entfliehen kann. Vielleicht habt ihr einen anderen Herzschrittmacher. Vielleicht einen,
der noch viel besser funktioniert, als die Musik… Jeder hat halt seine eigene
Art, die Dinge zu verarbeiten
Der Arzt ist wohl
für euch alle eine guter Freund beziehungsweise eine gute Freundin, vielleicht
auch der Partner, der Bruder, die Schwester oder irgendjemand anderes. Ganz
egal, Hauptsache es ist jemand, dem man alles anvertrauen kann, sogar das
eigene Leben und eine Person, die mit einem fühlt, die sich in einen
hineinversetzt und dabei hilft, die psychischen Konflikte zu lösen. Wenn man so
einen Arzt hat, dann wird man
bestimmt bald wieder fit!
Die Reha
symbolisiert die Zeit, die ein jeder Mensch braucht, um wieder der oder die
Alte zu werden. Zeit heilt alle Wunden,
heißt es so schön. Manchmal braucht sie Jahre, manchmal Monate und manchmal nur
Tage. Irgendwann wird das Leben wieder besser. Es braucht eben alles seine
Zeit, vor allem Veränderungen. Und bis es soweit ist, hat man ja den
behandelnden Arzt, der einen
auffängt, wenn man zu fallen droht und den Herzschrittmacher,
der einem die nötige Kraft gibt.
Heute letzter Tag zum Abstimmen!! ->
Es war so super in Leipzig mit Lydi, viel gekauft und dumm am Bahnhof rumgelaufen. Endlich einen neuen Ordner für noch mehr Texte und das folgende halbe Jahr. Am Ende kamen dann auch noch ein paar kranke Bilder im Fotofix raus, welche aber nicht so gut aussehen, dass ich sie im Internet verbreiten müsste... :D
Was sonst so ist? Irgendwie fühle ich da wieder einen Sinn. Der Sinn meines Lebens.
Ich bin im Jetzt und Hier, lebe und lache und versuche, glücklich zu sein. Ich habe diesen eisernen Willen in mir, etwas ganz Großes zu erreichen und es jedem recht zu machen. Dafür gebe ich alles, dafür gehe ich an meine Grenzen, weil ich weiß, dass sich das Kämpfen irgendwann bezahlt macht. Was heißt irgendwann? Lydi und ich, wir haben uns darüber unterhalten, dass die beste Zeit wahrscheinlich unser Studium wird, weil wir dann unabhängig und frei sind. Klar existiert dann auch ein gewisser Druck in uns, aber wieso nicht einfach in dieser Zeit das Leben als junger Mensch genießen und sich dann keinen Stress machen? Was wir uns vorstellen? Unbeschwertheit, machen was man will. Irgendwelche verrückten Sachen durchziehen, einfach in ein Auto setzen und irgendwo hinfahren in den Semesterferien. Fremde Städte anschauen, vielleicht in die Provence oder in die Normandie... Ja, davon träume ich. Die beste Zeit unseres Lebens steht uns allen noch bevor, aber bis dahin müssen wir beweisen, dass wir auch etwas schaffen können. Wenn wir dann alles gegeben haben, ja irgendwann, dann dürfen wir uns all das Glück abholen, was irgendwo in der Welt auf uns wartet.
Was ist passiert? Jetzt bist du hier in meiner Welt, stehst stets neben mir und begleitest mich durch mein Leben. Die Zeit brachte dich zu mir. Es sollte wohl so sein. Das ist die Bestimmung. Gibt es einen Menschen, der besser zu mir passt als du? Nein. Genau das ist der Grund. In gewissen Dingen sind wir fast identisch und sonst gleichen wir uns perfekt aus.
Es gab Zeiten, da hätte ich nie gedacht, dass ich einmal die
folgenden Worte für dich finden würde, denn da waren Personen in meinem Leben,
die es eigentlich gar nicht verdient hatten, im Gegensatz zu dir. Jetzt ist
aber alles gut. Ich habe gemerkt, dass es keinen Menschen gibt, der mich besser
versteht. Das kannst eben nur du, weil du Michelle heißt und diese unglaubliche
Art an dir hast, mich immer wieder zu begeistern, egal wie schlecht es mir
geht. Außerdem hast du eine wahnsinnige Geduld mit mir. Egal wie sehr ich
nerve, egal wie schlimm ich bin, egal wie ich mich aufrege, du versuchst immer,
mir zu helfen und gibst mir Kraft und Zuversicht. Was damals war? Heute ist das
vergangen, heute ist das egal. Wir haben alles überstanden, jedes Tief, und
zwar zusammen.
Wir zusammen!
Es ist kein Geld doch macht es reich, ein Herz aus Stein wird davon weich,
es ist etwas, was der Teufel nicht kennt, etwas, das man Freundschaft nennt.
Ich habe gelernt, was im Leben wirklich wichtig ist, was es
heißt, eine wahre Freundin zu haben und mit ihr gemeinsam durch das Leben zu
gehen. Ich habe gespürt, was es heißt, wirklich geliebt zu werden, so wie man
ist, mit all den Macken. Und ich habe gemerkt, dass es wichtig ist, sich diese
Personen zu halten, um sie zu kämpfen und ihnr die Liebe zu zeigen, in diesem
Sinne: Meine allerliebste Michi, was wäre bloß aus mir geworden, hättest du
mich nicht aufgefangen und mir all das gegeben, was mich gerettet hat? Es war
das beste Geschenk und der größte Beweis für mich, dass es doch einige Menschen
auf dieser Erde gibt, die noch wissen, was Freundschaft ist.
Ich danke dir für
alles, mein Herz. Danke, danke, danke!
Bin grad beim Gebbi von Vani. Robin hat glücklicherweise seinen Lappi hier gelassen, jetzt können wir unserer Kleinen etwas schönes schreiben. :) Also Vani, dein Geburtstag ist super und wir haben total viel Spaß zusammen. Danke dafür! Außerdem sind wir froh, mit dir befreundet zu sein, weil du eine super gute Freundin bist und man mit dir über alles reden kann. 15 Jahre und noch so klein. Wir wünschen dir vor allem eine Menge Wachstum, aber auch Glück und Freude am Leben, sowie Gesundheit und Wohlergehen. Bleib wie du bist. Wir haben dich lieb. <3
Lydi
ist heute bei mir zu Besuch. Ich machte uns einen Smoothie aus Kirschen,
Erdbeeren, Himbeeren und einer Banane. Wir schlürften das Ding und quatschten
ausgelassen. Danach kam mein Klavierlehrer und ich spielte mit ihm verschiedene
Lieder. Lydi hörte aufmerksam zu. Ich spielte ‚Regen’ von Enno, was wohl das einzig interessante Stück für Lydi
war. Wir hörten verschiedene Lieder und schauten uns die Fotos von der Konfi
an. Später zogen wir uns alte Babyvideos von mir rein und aßen Eis. Ich bekam
Hunger und wir kochten gemeinsam Nudeln, die wir dann verspeisten. Während des
Essens, begleiteten uns verschiedene Musiker, die für uns sangen. Wir schauten
uns Bilder an und bereiteten uns dann auf einen kleinen Spaziergang vor. Jogginghose
an, dann ging es los. Die Kamera, Seifenblasen und gute Musik waren im Gepäck. Wir
liefen meinen Berg hoch, beobachteten den hellorangenen Himmel, der sich über
uns befand. Oben angekommen bemerkten wir, dass es anfing zu regnen. Wir
rannten wieder nach Hause und brachten das Handy und die Cam in Sicherheit,
dann rannten wir wieder hoch, voller Emotionen. Es fing nun heftiger an zu
regnen, die Wolken platzten und benieselten uns leicht. Wir gingen weiter. Kein
Haus war nun mehr in Sicht, nur die Bäume begleiteten uns auf unserem Weg ins
Nichts. Wir hatten kein Ziel, außer dass der Regen uns befreit. Es fing an zu
blitzen und der Donner verbreitete leichte Angst in mir, aber die Neugier und
die Freude waren viel größer. Wir rannten über die Straße, ein Auto kam vorbei.
Dann schauten wir uns den Himmel an, mit seinen verschiedenen Farben. Er teilte
sich auf, in eine dunkle Wolkenwand, die viel Nässe mit sich brachte und eine
grauorangenen Schicht. Es ist echt schwer zu beschreiben, viel zu groß und
unendlich war dieser Anblick. Wir rannten ins Gerstenfeld. Um uns herum blitzte
es gewaltig. Wir setzten uns einfach in den Dreck, es war alles egal. Ich
beschaute Lydi, sah nur sie und das Gerstenfeld herum. Der Himmel wurde nun
dunkelgrau bis dunkelorange, schien auf uns herab zu fallen. Die Regentropfen
wurden immer schwerer und fielen voller Leichtigkeit vom Himmel. Es war, als
würde der Himmel alles ausweinen, was sich angestaut hatte. So, wie es uns auch
manchmal geht. Wir hielten unsere Gesichter hoch in den Himmel, sodass der
Regen sie abkühlte. Trotzdem war uns angenehm warm. Lydi stand auf, lief herum.
Ich hatte Angst wegen den Blitzen, rannte ihr trotzdem hinterher. Es ging quer
über das Feld. Das Laufen viel immer schwerer, denn unsere Sachen sogen sich
voll mit dem Wasser des Himmels. Wir rannten zurück zur Straße, mit den Schuhen
durch die Pfützen und wieder an den Bäumen vorbei. Es folgte ein langer Sprint,
entlang der Bäume, durch den monsoonartigen Regen. Wir vergaßen alles
Schlechte, genossen einfach die Zeit zu zweit in dieser einzigartigen Kulisse. Der
Himmel fing nun an, aufzureißen. Wir beobachteten das seltene Schauspiel. Ein
kleiner hellorangener Spalt zog sich über uns durch die dunklen Gewitterwolken.
Dahinter befand sich hellblauer Himmel. Es war nun mittlerweile 21:30 Uhr und
trotzdem noch so hell wie am Tag. Es faszinierte uns. Wir zogen unsere Blusen
aus und liefen im Top wieder in Richtung zu Hause. Unterwegs schüttelten wir
uns die langen Haare und bewässerten sie mit dem kühlen Regen. Wir rannten nun
wieder durch die vielen Pfützen, spürten das Wasser an den Füßen. Der Regen
ließ langsam nach. Zu Hause fotografierten wir den Riss im Himmel.
Jetzt
sitzen wir hier, hören tolle Musik, schreiben diesen Text und erinnern uns an
dieses unvergessliche Ereignis zurück. Draußen heult wieder der Regen. Wir
genießen die Ruhe im Kerzenlicht.
Halt mich, ich bin in Trance von deiner Schönheit. Ist das
Leben nicht lebenswert? Mit Menschen wie dir...
Halt mich, ich falle in ein Loch aus Trauer und Einsamkeit.
Wieso trifft es mich? Irgendwann trifft es
jeden...
Doch ich gebe nicht auf, ich fasse all meinen Mut zusammen,
atme tief ein und sage mir: 'Das Leben sank bei jeder Träne aufs Neue, also
nimm dich zusammen, es ist nun vergangen."
Ich schaue nach vorn. Was sehe ich?
Ich sehe eine Welt mit vielen Menschen. Jeder ist anders,
keiner perfekt. Und die Welt, sie ist gigantisch. Verzaubert mich mit ihrer
Schönheit. Die Sonne führt mich an meine Ziele.
Meine Ziele sind Freiheit, Liebe, Gesundheit und Glück.
Ich schaue nach oben, in die Unendlichkeit, zu den Sternen.
Wo ist das Ende des Himmels? Gibt es eine Welt ohne Probleme, ohne Hass,
Eifersucht und Macht?
Ich schaue nach links. Ich sehe einen Menschen, der mich zum
Lächeln bringt. Zu dieser Person habe ich eine unglaublich große Bindung, denn
es ist meine beste Freundin.
Und dann schaue ich nach rechts. Der Junge meiner Träume. Er
reicht mir seine Hand.
Hinter mir? Meine Familie und meine Freunde. Sie sind immer für mich da und dafür bin ich unendlich dankbar.