Scala & Kolacny Brothers, das ist ein Mädchen- bzw. Frauenchor aus Belgien, welcher von den zwei Brüdern Steven und Stijn als (Dirigent und Klavierspieler+Komponist) geleitet wird.
Das Konzert am 05.April war eine Mischung aus Musik und Show - atemberaubende Kompositionen versetzten einen in eine unglaubliche Stimmung und dazu gab es auf der Bühne immer etwas zum Angucken, entweder sie wanderten einfach herum oder der Chor zeigte während eines Liedes noch eine perfekt eingeübte Choreografie.
Man wurde mit unbekannten Liedern in das Konzert geleitet, alle etwas düster, aber trotzdem wahnsinnig schön. "Black Moon" heißt das neue Album, dessen Lieder Stijn Kolacny eigenhändig geschrieben hat.
Später folgten Songs, durch die der Chor berühmt wurde: Schrei nach Liebe, Hungriges Herz, Viva la vida, Lost, Engel, Du trägst keine Liebe in dir, ....
Zum Fotografieren war es leider ziemlich dunkel, trotzdem hier ein Bild.
Meine Videos will es irgendwie nicht hochladen. :( :( :(
Hab ich extra die ganze Zeit gefilmt...
Naja, hört einfach mal bei Youtube rein. :)
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07.04.2013
06.02.2013
Mein erstes Tv-Noir Konzert
Ohhh, war das schön! Ich explodierte förmlich vor Vorfreude.
Die Sonne verabschiedete sich gerade mit einem
orangefarbenen Streifen am Himmel, während ich, seit langem mal wieder, Enno Bunger lauschte. Es liefen noch tausend andere Lieder. Ich war bedächtig, allein und
unentwegt damit beschäftigt, an gewisse Personen zu denken.
Me And My
Drummer spielte wieder, aber leider weiß ich gar nichts mehr groß davon, weil
ich einfach keinen Bezug zu der Band hatte, schließlich hörte ich sie an dem
Abend das erste Mal. Aber es klang gut! Ich mochte die Trommeln und alles drum
herum.
Melancholie beherrschte mich bis Dresden. Es war mittlerweile schon dunkel geworden, die Lichter der Stadt erhellten meine Augen. Sie funkelten wie
Sterne. Meine Aufregung war auch
nicht mehr zu stoppen. Ich quatschte die ganze Zeit von Enno.
Das
Gebäude war ziemlich abgewrackt, aber hatte auch irgendwie seinen Anreiz. Eben
eine richtige Scheune. Papa zeigte die Eintrittskarten und schließlich suchten
wir uns Sitzplätze. Gähnende Leere im Raum. Die erste Reihe war frei. Ich ergriff meine Chance und setzte mich natürlich promt auf den besten Platz im ganzen Saal, direkt vor seinem Klavier und mit Blick über die
ganze Bühne. Besser konnte es doch gar nicht laufen. Wir waren schon eine
Stunde früher da. Der Saal füllte sich nur langsam. Ich erfreute mich an der Bühne. Sie war wie ein
Wohnzimmer eingerichtet (Typisch Tv-Noir), ganz vorne stand ein alter
Fernseher, auf dem Tv-Noir stand und der ganze Podest war mit Instrumenten
aller Art gefüllt: 3 Keyboards, 1 Klavier, Akkordeon, Gitarre, Schlagzeug und
gewisse andere Trommeln bzw. Rasseln. Irgendwann betraten sie endlich die Bühne. 4
Leute: Enno, Onno, Matze und Charlotte. Enno Bunger begann. Abspann. Sein einziges
Wort davor war „Moin!“ gewesen. Er berührte mich vom
ersten Ton an. Enno sang so schön, so sauber und perfekt. Dann war Me And My Drummer an der
Reihe. Man eh, Charlotte hatte echt eine geile Stimme. Sie ging richtig ab und rockte mit Matze die Bühne. Man
merkte total, wie sie ihre Lieder lebte. Matze war auch echt cool drauf. Er sah
aus wie Matthias Schweighöfer und konnte richtig genial
Schlagzeug spielen. Ich liebte es jedes Mal, wenn der
Boden und die Bühne vor meinen Augen vibrierten. Dann Sprang der Staub auf und
ab und der Bass bestimmte meinen Herzschlag. In solchen Momenten versinke ich.
Manchmal vermisste ich eine Melodie, jene war bei Charlottes
Liedern teilweise vollkommen ausgelassen worden, aber doch hatte es irgendwie
etwas eigenes, ganz besonderes. Und wieder war Enno an der Reihe. Er spielte
diesmal mit Onno. Man, war der niedlich. Er stand die ganze Zeit dumm rum und
guckte ins Publikum. Der Gute zupfte ein bisschen an seiner Gitarre rum, hatte also
im Grunde gar nichts groß zutun und kam mir etwas verwirrt rüber, weil er manchmal
komisch guckte.
Mit dem Fotografieren klappte es nicht so ganz. Es war viel zu dunkel
und verboten war es eh, also gingen wir kein größeres Risiko ein. Am meisten
berührten mich Ennos letzte Lieder. Er erinnerte mich schrecklich doll an alte
Zeiten zurück. Ich liebte es, wie er von seiner Jugend in Ostfriesland
erzählte. Wieder quatschte er über den Hochzeitsmarsch, den er zur Trauerfeier
spielte und über seine Abende in den Bars, als er dort Klavier spielte. So ein
sympathischer Mensch. Wir lachten oft über seine Witze, über das was er sagte,
weil es vollkommen normal, echt und unbeschwert auf uns wirkte.
Das Publikum war begeistert. Von beiden Acts. Ich jedoch,
der gute alte Ennofan, ließ mich nicht ganz von Me And My Drummer überzeugen. Viel
lieber versank ich dann im vermeintlich letzten Lied an diesem Abend: Regen.
Ohh, wie er Klavier spielte, wie Onno ihn begleitete, wie Matze das Schlagzeug
betätigte…Meine Gedanken versanken, Augen voller Wasser und leere Blicke in den
Raum. Da hatte er mich wieder erwischt, der gute alte Schmerz. Ich dachte an
alte Zeiten. Einen Moment lang.
Es
folgte die Zugabe „Ich will noch bleiben, die Nacht ist noch Jung“ als
Akkordeonversion. Nur Enno und Onno. Oh, wie wir über die beiden lachten. Sie
passten voll gut zusammen. Dann verließen sie die Bühne. Ohne weder ihn, noch Onno ein letztes Mal gesehen zu haben,
verließen wir also die Scheune und machten uns zurück auf den Weg zum Auto. Die
Rückfahrt war von seinen Liedern geprägt, bis meinem Handy der Akku ausging.
Ich träumte in die Nacht,...
09.07.2012
Enno lässt Gefühle regnen...
Wir durften ihn gemeinsam kennenlernen, Mama, Papa,
Klavierlehrer und Freundin waren auch mit am Start. Als das Lockenmädchen bei Tini
zu Hause ankam, bauten sie ihr Bett für den Abend auf, dann machten sie sich
für Enno fertig...
Wir spürten nichts
als Aufregung und Vorfreude, quatschten nur noch Mist.
Wir stiegen in das große weiße Auto ein. Musik lief,
darunter natürlich Enno uvm. Lydi
hörte an diesem Abend zum ersten Mal das, aus ihrer sicht, großartigste Lied
von Enno:
Ich möchte noch
bleiben, die Nacht ist noch jung…♫
…trällerte er ihr in die Ohren. Wir wussten nicht, was uns
erwarten würde, hörten nur zu, was er uns zu sagen hatte und lauschten
gleichzeitig dem Fahrtwind. Über Dresden befand sich eine riesige Wolkenschicht
und man sah den Regen über der Stadt. Wir schauten irgendwie beide nur auf
diese Wolkenschicht. Sie türmte sich so hoch, schien so unendlich groß. Sie sah
aus wie ein riesiger Watteball, beschienen von der Sonne. Ein Regenbogen zog
sich rechts durch den Himmel.
Dann kamen wir irgendwann an. Wir schnappten uns einen Flyer
von dem Konzert. Überall stand sein Name und wir hatten sehr hohe Erwartungen
an Enno. Bald durften wir dann rein.
Wir hatten einen Sitzplatz irgendwo weit hinten. Zwar guter Blick, aber die
Hauptperson war ziemlich weit entfernt. Kurz vor Beginn des Konzerts
entschieden wir uns also, runter an die Bühne zu gehen. Wir suchten uns einen
Weg direkt nach vorn, was nicht sehr schwer war. Das Licht erlosch, da kam er
auch schon rein. Enno Bunger. Ein
Traum. Wow, er sah so gut aus, trug ein grau-lila kariertes Hemd und er war so
klein und süß. Er ging sofort an dieses geniale Klavier (er sagte, dass es 30
000€ wert sei) und fing an zu spielen. Er schaute nicht einmal auf seine Hände,
was sie da spielten, die ganze Zeit hatte er die Augen geschlossen. Er brauchte
echt nur das Klavier und seine Stimme. Er sang die Lieder mit einem Gefühl, das
war Wahnsinn.
Ennos Musik hört man
nicht, man fühlt sie nur.
Wenn man die Augen zu macht, klingt der regen wie Applaus.
Nach über einer halben Stunde verließ er dann die Bühne. Wir
gingen vor ins Foyer der Konzerthalle. Da war keiner. Wir warteten, aber
irgendwann ging Tini wieder in die Halle rein. Lydi wollte noch einmal aufs
Klo, kam aber dann irgendwann schreiend zu Tini gerannt und winkte ganz doll.
Tini schnappte sofort ihre Tasche und rannte Lydi nach. Sie erzählte, dass Enno sie aus Versehen berührt hätte.
Wow!!! :)
Er stand wirklich da, und Tini träumte nicht. Da war er, der
echte Mr. Bunger. Wir ließen uns die
Konzertkarten unterschreiben, dann machte Tinis lieber Papi Fotos von uns und
schließlich durfte er auch noch auf unserem krassen neuen Beutel
unterschreiben.
Für Tina. Enno
Für Lydi. Enno
Wir waren hin und weg, gingen nun wieder rein, die Pause war
vorbei.
Woods of Birnam
waren an der Reihe. Der Hauptact. Der Schrecken begann… Also unserer allen
Meinung nach total verhunzte Musik, Rumgeschrei und Entenstimmen, aber
zumindest hatten wir unseren Spaß. Wir
bemerkten mal wieder, wie bekloppt manche Menschen sind und lachten sie
ziemlich laut aus. Das muss auch mal sein… Die hätten Vorband sein müssen,
nicht Enno. Etwas Interessantes gab
es für uns allerdings: 2 Weiber, die als einzige rumtanzen und sprangen, was
das Zeug hielt. Bei den ruhigsten, traurigsten Liedern, sah es aus, als wäre
der Boden ein Trampolin. Lydi faszinierte das, sie hätte noch ein paar
Stündchen zusehen können.
Schlussendlich ein überaus
gelungener und unvergesslicher Abend mit einer extrem gefühlvollen Rückfahrt
durch die Nacht, auf der uns wieder einmal Enno
begleitete. Dass wir mitsangen war so was von egal, denn keiner konnte uns
jetzt noch den Abend versauen – nicht einmal Woods of Birnam.
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