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13.09.2015

Flash mich

Hier ein Poetry Slam von mir. Eine Anlehnung an Mark Forsters Lied "Flash mich".

Flash mich

Sind noch gar nicht lang zusammen.
Sind eigentlich gar nicht zusammen.
Kannte dich nur seit ein paar Stunden, aber das war egal.
Wollte trotzdem nicht, dass du fünf Minuten gehst,
Dass du eine Minute gehst,
Dass du überhaupt gehst.
Wollte nicht, dass du mit anderen redest,
Sondern wollte dich für mich allein.
Wollte, dass du mich um den Finger wickelst,
Mich mit deinen braunen Augen hypnotisierst.

Ich wünschte, du würdest mich noch einmal treffen,
und so flashen, wie an diesem Abend.
Würde so gern noch einmal
Eine ganze Nacht
Nicht schlafen können,
Weil du mich so
Verrückt machst.

Seit ich dich getroffen hab, sind alle Lichter an.
Mein Herz, es strahlt. Ist fast verbrannt.
Unser Krieg war, dass wir uns kaum kannten,
Und doch so viel erlebt hatten.
Doch das Tageslicht nahm uns den Mut.
Es zeigte mir deine verschlossene Seele,
Schier unerreichbar.
Trotzdem spürte ich noch die Küsse und Berührungen,
Wie sie auf meiner Haut knisterten,
Sie erneut in Flammen legten.

Ich wünschte, du würdest mich noch einmal treffen,
und so flashen, wie an diesem Abend.
Würde so gern noch einmal
Eine ganze Nacht
Nicht schlafen können,
Weil du mich so
Verrückt machst.

Es tut weh, dass wir nicht zusammen sind,
Dass wir uns nicht mehr sehen, seit dieser Nacht.
Würd’ gern sehen, wie du vorbei spazierst,
Wie du dir
Durch die Haare fasst.
Würd’ gern spüren,
wie du mir
Durch die Haare fasst
Und mich dann küsst.
Aber werd’ wohl nicht mit 90 bei dir sein,
Und werd’ dich sicher nicht noch einmal treffen
Und du wirst mich auch nicht noch einmal so flashen, wie an diesem Abend.
Trotzdem würd’ ich gern noch einmal
Eine ganze Nacht
Nicht schlafen können,
Weil du mich so

Verrückt machst. 

25.04.2014

damals im september

Es macht mich grad extrem fertig, dass er nicht mehr zurück schreibt. Das gibt mir das Gefühl, nur eine von vielen zu sein und dass er gar keine Lust hat, mit mir zu schreiben, obwohl es gestern Nacht ganz anders ausgesehen hat. Gestern, da dachte ich, dass das der Durchbruch war. Ich war so glücklich, ich sah mich schon in seinen Armen liegen, wie er sie schützend um mich hält und ich seine weiche Hand halten kann, genau wie gestern. Und ich stellte mir auch vor, wie es wäre, würde er mir seinen Pulli geben, wenn ich kurz vorm Erfrieren bin. Aber Tatsache ist doch, dass nichts von ihm ausgeht, außer das gestern, doch er hat es ja bei allen Mädels gemacht, das habe ich ja gesehen. Manche hat er so sehr geknuddelt, dass sie auf den Boden gefallen sind vor lachen. Er war glücklich bei denen und ich glaube, er ist ein Typ, der in allem nur den Spaß sieht.

Das schlimme ist, dass ich wieder weinen kann und ich weine so sehr, weil ich so dumm war und mir eingebildet habe, eine labsche Umarmung hätte irgendwas zu bedeuten, auch wenn das nichts mit Liebe zu tun hat. Ich war überglücklich.

Es sind die Gedanken und Wünsche, hier bald mit einer schützenden Hand auf meinem Bett zu sitzen und in den weißen Spiegel zu schauen. Es ist meine Mutter, die nur noch fragt, ob ich einen Freund habe, die es mir so sehr wünscht, oder es zumindest erwartet. Aber sie hat eine Tochter, die ihre Zeit verschwendet, eine die rumheult, weil sie einer umarmt hat und dann im Chat nicht mehr zurück schreibt, einer, der total eingebildet ist und so viele andere Mädchen hat. Ich bekomme nicht mal mehr mit, was für einen Mist ich hier zusammen schreibe. Es ist der Schmerz. Der Gedanke, ihn nicht zu haben, keinen zu haben. Es wird immer so bleiben.

Als draußen der Wind durch meine Haare flog und ich gemerkt habe, dass Herbst wird und es angefangen hat zu nieseln und alles um mich herum ruhig war, da hatte ich das Gefühl, vollkommen glücklich zu sein, weil mich so ein cooler und hübscher Junge in die Arme genommen hat, und weil ich ihn festhalten konnte.
Einen Moment lang.

10.04.2014

Freiheit

Freiheit.
Nun kann mir keiner mehr etwas vormachen. Endlich spüre ich sie am eigenen Leib und verstehe ihren tieferen Sinn, welcher mir alles Glück dieser Welt offenbart.
Endlich bin ich frei, atme ein und aus, liebe die Luft, wie sie in meine Lungen strömt und dort ihr Unwesen treibt. Es ist eine tolle Vorstellung, wie ein außerhalb meines Körpers existierender Stoff plötzlich ein Teil von mir ist, sich mit meinem Blut vermischt und durch meine Adern fließt, um mir das Leben zu ermöglichen. Ausatmen. Dann ist plötzlich was von mir da draußen und wird durch den Wind mit all den anderen Stoffen vermischt, die so in der Luft herumfliegen, während ich am Straßenrand auf einem Hügel stehe und die Schönheit des Moments genieße. Frei von Stress, Hektik und Streit, ohne Liebe und Gefühle, nur mit dem Gedanken im Hinterkopf, die besten Freunde zu haben.

Es ist die Zeit meiner Rebellion. Als Kinder schworen wir uns, nie etwas zu machen, was nicht den Normen entspricht. Niemals Alkohol, keine Drogen, das übliche Geplänkel. Doch unsere Generation Y wuchs in eine Zeit hinein, die den Drang nach solchen „Helfern“ geradezu herausfordert. Schule stresst und man hat sonstige Probleme, da hilft einem der ein oder andere Exzess, mal wieder alles zu vergessen. Wir waren immer viel zu lieb. Gerade Mädchen sind klischeebehaftet, da sie sich immer an die Regeln halten mussten. Und dann folgt irgendwann die benannte Zeit, in der man sich selbst das Gegenteil beweisen muss. Man macht Dinge, die man selbst noch vor wenigen Monaten nicht von sich selbst erwartet hätte. Aber warum damit aufhören? Es gehört zu uns. Zu dieser Zeit. Zu unserer Generation. Lieber mache ich eine Nacht drauf, als mich ritzen zu müssen, weil die Probleme mir so anhängen. Ich finde darin Wege der Besserung für mich selbst. Früher war ich nett (was nicht heißen soll, dass ich es heute nicht mehr bin) und ich hielt mich an die Regeln. Der Dank meines Schicksals war es zu dieser Zeit, mir immer wieder Unglück entgegenzubringen. Doch ich lerne daraus, mache ein paar Dinge, die keiner von mir erwartet, und schon geht es mir selbst richtig gut. Dann bin ich endlich ich selbst. Und das verleiht Freiheit. Am allerschönsten ist es, diese Zeit mit einem Menschen zusammen zu durchleben und gemeinsam über die Veränderungen lachen zu können. Wir alle sagen, dass es unser Ausgleich ist, über die Stränge zu schlagen. Und nun kann ich endlich leben, ohne das ständige Verlangen meines Herzens nach einer bestimmten Person. Es will nun sogar viel mehr, nämlich all die Menschen, welche mir wirklich das Gefühl geben, einen Wert zu haben und die bei mir sind, wann immer ich sie brauche, um mit ihnen stundenlang zu lachen.

23.03.2013

lebendiges Koma


An manchen Tagen kann ein Satz nicht aussagekräftiger sein, als dieser es ist. Lieber würde ich all die schlechte Zeit überschlafen, nichts von all dem mitbekommen, was um mich herum passiert. Jeder noch so kleine Schmerz würde mir erspart bleiben, es gäbe nichts, vor dem ich mich fürchten müsste. Keine Tränen müssten unnötig fließen und der alltägliche Stress könnte mir nichts anhaben.
Dann müsste ich nicht mehr solche Sätze in meinem Tagebuch festhalten, wie beispielsweise die folgenden: "Ich hatte ständig die Hoffnung, es würde doch alles noch gut werden, aber nichts. Mein Leben hasst mich. Es will mich Qualen leiden sehen. Wahrscheinlich ist das hier die Hölle. Zumindest fühlt es sich danach an."
Manchmal habe ich das Gefühl, mein Körper versetzt mich an schlechten Tagen von ganz allein in einen Koma ähnlichen Zustand. Die Welt scheint sich nicht mehr zu drehen, man bekommt nicht mit, wie die Zeit vergeht und das Gehirn scheint nicht mehr zu arbeiten...
"Ich habe keine Träne mehr übrig für diesen Tag. Alles rennt nur noch an mir vorbei. Ich bekomme nichts mehr mit. Meine Umgebung erscheint mir gleichgültig, alles prasselt auf mich, wie ein kalter Herbstregen, doch ich merke es nicht. Meine Empfindungen sind wie ausgelöscht."


03.03.2013

unglaublich, aber wahr

Ich grüße euch!
Irgendwie ist gerade alles anders, als ich es erwartet hätte. Meine Gedankengänge gehen nur noch in eine Richtung und diese hat leider nichts mit Blog schreiben zutun. Ich versuche mich in dieser Hinsicht jetzt zu bessern und möchte euch ein bisschen berichten, was so läuft.

Letztens hatte ich eine schöne Unterhaltung mit meinem Klassenkameraden Robin. Er erzählte mir unglaubliche Dinge, die aber ganz einfach zu erklären sind. Wusstet ihr, dass das Internet 15 Gramm wiegt? Ich jedenfalls nicht, auch wenn die Lösung total einleuchtend ist. Er erklärte es mir folgendermaßen: Wenn man Daten (zum Beispiel Musik) auf sein Handy läd, dann erfolgt dieser Datenaustausch durch Elektronen. Versteht ihr jetzt, warum das Internet 15 Gramm wiegt? Alle Elektronen, aus denen das Internet besteht, wiegen insgesamt gerade mal so viel! Diese Vorstellung hat mich wahnsinnig fasziniert. 
Oder ein anderes Beispiel. Wir überlegten, dass jeder Mensch Farben anders sehen könnte, aber man es nie merken würde, weil man schon das ganzes Leben lang diese Farbe für die richtige hält. Ich sehe beispielsweise rot (was ich so gelernt bekommen habe) und ein anderer Mensch sieht dieses rot vielleicht so, wie ich grün sehe, nennt dieses grün aber rot, weil er es ja auch so gelernt hat! Das muss man erstmal verstehen, aber wenn man drüber nachdenkt, ist es wirklich möglich, dass es diesen Unterschied geben kann.  
Wisst ihr, dass Spiegel grün sind? ...
Kennt ihr auch solche Erkenntnisse? 

Sonst weiß ich nur noch, dass alles bald besser wird. Der Frühling naht, der frische Duft prophezeit es mir. Trotzdem sagen alle, dass es noch einen Winter geben wird. Wir werden sehen! Aber danach ist es endlich genug mit all dem Schnee! Grünes Gras und singende Vögel, das wünschen wir uns... 



10.02.2013

Mond & Ozean


Du bist mein Mond. Du strahlst in die Dunkelheit der Nacht, du weist mir den Weg und bringst eine ganze Welt durcheinander. Dein Angesicht wechselt von Tag zu Tag. Immer sieht man dich etwas anders, keiner kann dich durchschauen, nicht einmal ich selbst, doch deine Schönheit fasziniert jeden Einzelnen. Du bist so weit entfernt, unerreichbar und irgendwie doch ganz nah. Und ich? Ich bin der Ozean. Das tiefblaue Meer, genau so unentdeckt, wie du selbst. Zwischen uns beiden ist eine Magie. Du ziehst mich an. Energien beherrschen uns und ich weiß, dass wir füreinander bestimmt sind. Ich lasse Fontänen in den Himmel springen, lass sie tanzen und fliegen, um dir dadurch ein bisschen näher zu sein, dich zu spüren, dich zu fühlen. Meine schweren Wassermengen geben sich voll und ganz der Anziehungskraft hin, die uns zusammenhält. Dich und mich. Den Mond und den Ozean. Wir müssen nichts dafür tun, um verbunden zu sein. Es ist vorbestimmt. Mein Mond. ♥

06.02.2013

Mein erstes Tv-Noir Konzert

 Ohhh, war das schön! Ich explodierte förmlich vor Vorfreude.


Die Sonne verabschiedete sich gerade mit einem orangefarbenen Streifen am Himmel, während ich, seit langem mal wieder, Enno Bunger lauschte. Es liefen noch tausend andere Lieder. Ich war bedächtig, allein und unentwegt damit beschäftigt, an gewisse Personen zu denken. 
Melancholie beherrschte mich bis Dresden. Es war mittlerweile schon dunkel geworden, die Lichter der Stadt erhellten meine Augen. Sie funkelten wie Sterne. Meine Aufregung war auch nicht mehr zu stoppen. Ich quatschte die ganze Zeit von Enno. 
Das Gebäude war ziemlich abgewrackt, aber hatte auch irgendwie seinen Anreiz. Eben eine richtige Scheune. Papa zeigte die Eintrittskarten und schließlich suchten wir uns Sitzplätze. Gähnende Leere im Raum. Die erste Reihe war frei. Ich ergriff meine Chance und setzte mich natürlich promt auf den besten Platz im ganzen Saal, direkt vor seinem Klavier und mit Blick über die ganze Bühne. Besser konnte es doch gar nicht laufen. Wir waren schon eine Stunde früher da. Der Saal füllte sich nur langsam. Ich erfreute mich an der Bühne. Sie war wie ein Wohnzimmer eingerichtet (Typisch Tv-Noir), ganz vorne stand ein alter Fernseher, auf dem Tv-Noir stand und der ganze Podest war mit Instrumenten aller Art gefüllt: 3 Keyboards, 1 Klavier, Akkordeon, Gitarre, Schlagzeug und gewisse andere Trommeln bzw. Rasseln. Irgendwann betraten sie endlich die Bühne. 4 Leute: Enno, Onno, Matze und Charlotte. Enno Bunger begann. Abspann. Sein einziges Wort davor war „Moin!“ gewesen. Er berührte mich vom ersten Ton an. Enno sang so schön, so sauber und perfekt. Dann war Me And My Drummer an der Reihe. Man eh, Charlotte hatte echt eine geile Stimme. Sie ging richtig ab und rockte mit Matze die Bühne. Man merkte total, wie sie ihre Lieder lebte. Matze war auch echt cool drauf. Er sah aus wie Matthias Schweighöfer und konnte richtig genial Schlagzeug spielen. Ich liebte es jedes Mal, wenn der Boden und die Bühne vor meinen Augen vibrierten. Dann Sprang der Staub auf und ab und der Bass bestimmte meinen Herzschlag. In solchen Momenten versinke ich. Manchmal vermisste ich eine Melodie, jene war bei Charlottes Liedern teilweise vollkommen ausgelassen worden, aber doch hatte es irgendwie etwas eigenes, ganz besonderes. Und wieder war Enno an der Reihe. Er spielte diesmal mit Onno. Man, war der niedlich. Er stand die ganze Zeit dumm rum und guckte ins Publikum. Der Gute zupfte ein bisschen an seiner Gitarre rum, hatte also im Grunde gar nichts groß zutun und kam mir etwas verwirrt rüber, weil er manchmal komisch guckte. 
Me And My Drummer spielte wieder, aber leider weiß ich gar nichts mehr groß davon, weil ich einfach keinen Bezug zu der Band hatte, schließlich hörte ich sie an dem Abend das erste Mal. Aber es klang gut! Ich mochte die Trommeln und alles drum herum.
Mit dem Fotografieren klappte es nicht so ganz. Es war viel zu dunkel und verboten war es eh, also gingen wir kein größeres Risiko ein. Am meisten berührten mich Ennos letzte Lieder. Er erinnerte mich schrecklich doll an alte Zeiten zurück. Ich liebte es, wie er von seiner Jugend in Ostfriesland erzählte. Wieder quatschte er über den Hochzeitsmarsch, den er zur Trauerfeier spielte und über seine Abende in den Bars, als er dort Klavier spielte. So ein sympathischer Mensch. Wir lachten oft über seine Witze, über das was er sagte, weil es vollkommen normal, echt und unbeschwert auf uns wirkte. 
Das Publikum war begeistert. Von beiden Acts. Ich jedoch, der gute alte Ennofan, ließ mich nicht ganz von Me And My Drummer überzeugen. Viel lieber versank ich dann im vermeintlich letzten Lied an diesem Abend: Regen. Ohh, wie er Klavier spielte, wie Onno ihn begleitete, wie Matze das Schlagzeug betätigte…Meine Gedanken versanken, Augen voller Wasser und leere Blicke in den Raum. Da hatte er mich wieder erwischt, der gute alte Schmerz. Ich dachte an alte Zeiten. Einen Moment lang. 
Es folgte die Zugabe „Ich will noch bleiben, die Nacht ist noch Jung“ als Akkordeonversion. Nur Enno und Onno. Oh, wie wir über die beiden lachten. Sie passten voll gut zusammen. Dann verließen sie die Bühne. Ohne weder ihn, noch Onno ein letztes Mal gesehen zu haben, verließen wir also die Scheune und machten uns zurück auf den Weg zum Auto. Die Rückfahrt war von seinen Liedern geprägt, bis meinem Handy der Akku ausging. Ich träumte in die Nacht,...

28.01.2013

how it's supposed to be...


Jeden verdammten Scheißtag in unserem Leben versuchen wir zu überstehen. Alles lassen wir über uns ergehen, jeden Schmerz, jeden Stress, jeden Ärger, immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass sich irgendwann einmal etwas ändert. Schlimmer als jetzt kann es ja nicht mehr werden. Tränen müssen auch irgendwann wieder verschwinden. Entweder sie fallen durch die Luft und platschen auf den Boden, oder aber sie trocknen auf der Gesichtshaut fest, sodass man noch spüren kann, welchen Weg sie auf der Wange gewählt hatten.
Und wir entwickeln Bilder in unseren Köpfen von lachenden Gesichtern, von Traumpartnern, von Liebe und Zuneigung, von Freiheit und Zufriedenheit. Es entstehen Vorstellungen für unsere Zukunft und der Wunsch, dass wir irgendwann einmal ein Leben führen können, das nicht von so viel Einsamkeit und Trauer geprägt ist. Ein Leben, wie man es sich immer vorgestellt hat. Vielleicht der Traum, eine Familie zu gründen, zu heiraten oder an den Strand zu fahren und ins Wasser zu rennen?!
Doch was bilden wir uns ein?
Dass es einfacher wird?
Dass uns irgendwann das Glück in die Arme fällt?
Wir erwarten viel zu viel. Wie heißt es so schön? - „Das Leben ist kein Ponyhof“
Wahrscheinlich sind es einfach die Gedanken an bessere Zeiten, die uns ein bisschen mehr Zuversicht und damit auch Freude schenken. Hoffnung als ein positives Gefühl. Freude auf etwas, das einen erwarten könnte. Schöne Vorstellungen von Zeiten, die geprägt sind von Glück und Liebe.
Ich weiß, dass irgendwann alles besser wird, wenn es im Leben gerade mal nicht gut läuft, aber wird es je eine Zeit geben, in der man wunschlos glücklich ist und die nie ein Ende nimmt?
Daran zweifle ich noch…
Vielleicht muss man dann aber wenigstens nicht mehr weinen, weil man Menschen bei sich hat, die einem die Tränen aus dem Gesicht wischen. 




20.01.2013

schmerz lass nach.

Dieses Datum, dieses verdammte Datum.
Wie ein Tag das ganze Leben eines Menschen verändern kann...
Der 20.01.2006, das war mein schrecklichster Tag. Einer, an dem ich dachte, dass das Leben nun vorbei wäre, weil mir gesagt wurde, dass ich unheilbar krank bin. Als kleines naives Kind denkt man natürlich gleich an das Ende. Was weiß man schon von dieser verdammten Welt? Mit 8 Jahren kann man wahrscheinlich noch nicht einmal richtig einschätzen, was tot sein bedeutet. Doch stellt man sich darunter etwas Schreckliches vor. Da fließen die Tränen von ganz allein. Und die Angst, sie ist der ständige Begleiter.

Ein paar dünne Arme, ein zierliches Mädchen. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und sitzt nun auf einer Untersuchungsliege. Mindestens achtmal ziehen sie ihr das Blut aus den Adern. Die Nadel immer wieder in die gleiche Stelle gestochen. Schmerzen und Angst überkommen sie. Die Einstichstellen werden ganz blau. Überall kleben Pflaster mit bunten Figuren darauf. Sollten die sie etwa aufmuntern? Sechs verschiedene Ärzte rennen um sie herum, jeder untersucht etwas anderes. Die Kleine sieht nur in das grelle Licht über ihr. Es strahlt ihr in das blasse Gesicht. Alles muss sie über sich ergehen lassen.
Und dann sagen sie ihr, sie brauch nun jeden Tag mehrere Spritzen eines Stoffes, der sie am Leben hält. Ein Leben lang. Sie weint nächtelang, sie liegt in ihrem sterilem Bett und hört anderen Kindern beim Schreien zu und immerzu muss sie sich fragen: "Warum ich?".

Sicher erging es jedem so, der das gleiche Schicksal hatte.
Heute kann ich richtig leben. Ich fühle mich gesund, ich lebe, obwohl ich doch eine Last mit mir herum trage, die mein Leben anders macht, als das eines normalen Menschen. Was bleibt einem schon anderes übrig, als das Beste draus zu machen?



05.01.2013

Wehtun...


Wieso unterscheiden wir unsere Gesellschaft? Wieso gibt es Menschen in dieser Welt, deren Leben keinen Wert besitzt und denen wir keine Achtung schenken? Menschen, über deren Tod keiner traurig wäre. Wieso gibt es noch Menschen auf diesem zivilisierten Planeten, die wegen Hungersnot oder Flüssigkeitsmangel sterben müssen? Warum lassen wir es zu, dass Menschen ihr letztes Hab und Gut verlieren, nur weil andere das Bedürfnis haben, sie zu bestehlen.
Uns wurde das Leben geschenkt, damit wir dessen Schönheit erkennen und schätzen lernen, damit diese Welt von uns verändert werden kann. Wir sind geschaffen, um die uns weitergegebene Liebe unserer Eltern ebenfalls zu vervielfachen. Neue Kinder für diese Welt. Ergebnisse der Liebe.
Und ich frage mich, wieso die Liebe in uns verschwindet. Wieso der Mensch seinen Nächsten nicht mehr respektiert, warum Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß gemacht werden, warum Religion eine Rolle spielt, ob man einen Menschen gern hat oder nicht und so weiter…
Dafür leben wir nicht. Das Leben ist nicht dafür vorbestimmt, dass wir uns gegenseitig verabscheuen, nur weil die Ansichten verschieden sind. Ein jeder von uns ist Mensch. Wir alle bestehen aus Fleisch und Blut, wir alle atmen die gleiche Luft ein und aus und uns allen wurde mit dem Leben das schönste Geschenk gegeben. Es ist egal, ob wir jung oder alt sind, hässlich oder bildhübsch, egal ob wir krank oder gesund sind, ob unsere Hautfarbe schwarz oder weiß ist, ob wir eine Behinderung haben, ob wir schlau oder dumm sind, egal, was wir gerne mögen und an was wir glauben. Das alles ist egal. Weil es gut ist, dass wir verschieden sind. Das findet ihr doch sicher auch schön, oder? Aber warum versteht denn keiner, dass das eben genannte alles egal ist? Kein Mensch dieser Welt ist perfekt. Keiner.
Und wenn die zukünftigen Frauen nun Kinder gebären, dann ist es keine Liebe mehr, die an sie weitergegeben wird. Es ist einzig und allein Abscheu. Abscheu gegenüber den Menschen, die anders sind. Toleranz spielt keine Rolle mehr in dieser Welt.
Jetzt macht euch mal Gedanken…

Warum müssen wir uns so wehtun?
Warum reißen wir uns die Seelen aus dem Leib?
Und warum müssen wir uns immer so wehtun?


30.12.2012

Moin, moin! Da bin ich.

Schapka<3

Weihnachten lief rund. Nur trieb die Sehnsucht mich mal wieder in den Wahnsinn. Langsam erkenne ich sie als meinen größten Feind an. Denn mit ihr hängt so vieles zusammen. Einsamkeit. Lustlosigkeit. Tränen. Verzweiflung. Schwäche. Eintönigkeit.
Aber ich tröste mich damit, dass jede Sucht besiegt werden kann.

Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Ps. 139,14 :)
Ich dachte in den letzten Tagen lange darüber nach, wieso Weihnachten das Fest der Liebe ist. Es ist doch total dumm, Weihnachten zu feiern, wenn man seine Liebsten, seinen Partner, seinen Schwarm, seine besten Freunde oder seine Familie nicht bei sich hat. Aber dann könnte ja gleich die ganze Welt zusammen feiern und irgendwie macht sie das ja auch, nur ist man nicht direkt zusammen, sondern liebt sich über Entfernung.
Ist es nicht wunderbar, dass es diesen Tag gibt, der Frieden auf der ganzen Welt verschafft? Ein Tag, ohne dass Menschen wegen anderen sterben müssen, ohne Krieg und ohne Streit. Zumindest ist das unser Bild vom 24. Dezember. Denkt ihr an so einem Tag an arme Kinder? Arm im Sinne von Besitzlosigkeit oder ohne Familie. Kinder, die die größte Liebe verdient haben, aber das Fest in Heimen oder Holzhütten ohne Weihnachtsbaum verbringen müssen, weil sie keiner haben will, oder ihre Familien sich nichts leisten können? Wenn man darüber nachdenkt, sind vielleicht doch nicht alle Menschen an diesem Tag glücklich. Schade. In dieser Welt läuft irgendwas schief…

Keine Lust, weiter zu grübeln, was an Weihnachten so schief läuft. Bild dir deine Meinung! 

Life Of Pi war übrigens SUPER! <3 Echt empfehlenswert. 

Hier noch Toms Silvester Mix:
https://soundcloud.com/tom-altmann/silvester-mix-2012#play





25.12.2012

Weihnachten


Ich verbinde mit Weihnachten so viel mehr, als nur Geschenke. An Weihnachten liegt etwas in der Luft. Friede und Glück auf der ganzen Welt. Freude in Kindergesichtern, Vereinigung und Liebe. Hoffnung und Versöhnung. Lebendigkeit und Wärme. Weihnachten, das ist die schönste Zeit im Jahr, denn die ganze Familie findet sich zusammen, alle können ihren Liebsten ein Lächeln ins Gesicht zaubern, indem sie sie reich beschenken (mit Liebe und auch mit materiellen Sachen) und jeder Mensch kann sich besinnen. Es ist wunderschön, gemeinsam unter einem geschmückten Baum zu sitzen, die Lichter zu beobachten, wie sie funkeln und leuchten und den Duft von abgebrannten Kerzen zu riechen. An Weihnachten erinnert man sich immer. Der 24.12. bleibt einem immer im Gedächtnis. Ich weiß noch, wie ich letztes Jahr drauf war. Ich weiß noch, wie ich mich fühlte und nächstes Jahr werde ich es auch noch wissen.
Aber Weihnachten ist nicht nur etwas für jeden Menschen auf der Welt. Weihnachten ist noch viel tiefsinniger und schöner, denn mit diesem Fest hängt eine ganze Weltreligion zusammen, die Geburt von Gottes Sohn. Und wir dürfen sie feiern. Ich finde, dass es zu sehr in den Hintergrund rückt, warum wir jedes Jahr feiern und uns beschenken. Der Weihnachtsmann wird wichtiger als Jesus, die Geschenke wichtiger als die Krippe. Doch wäre Jesus nie geboren, oder gäbe es zumindest diese Überlieferung nicht, hätten wir heute/gestern wahrscheinlich gar nicht gefeiert und dieses Fest nie so erlebt. 

Ich wünsche euch, auch wenn es etwas verspätet kommt, ein wunderschönes Weihnachtsfest, mit allem was dazugehört! 


09.12.2012

Schönheit


Ich gehe in Facebook online. Was sehe ich? Die ganze Startseite voll mit sinnlosen Statuskommentaren, die keinen interessieren und Fotos von wunderschönen Menschen. Die Bilder werden immer schöner, mit jedem Tag. Alle wollen sich mit ihrer Schönheit übertrumpfen, jedes Mädchen will die Schönste sein, perfekt aussehen, 100 Likes und 50 Kommentare mindestens für ein neues Profilbild, das muss drin sein.
Wieso kann man sich nicht einfach damit zufrieden geben, einmal nicht die Schönste, die Beste, die mit dem tollsten Profilbild zu sein? Ist es denn so wichtig im Leben, dass einen alle toll finden und für das Aussehen beneiden, dass alle ein perfektes Bild vor ihrem geistigen Auge haben, wenn sie an einen denken? Gibt es nicht viel wichtigere Dinge im Leben? Sind denn Likes überhaupt etwas wert? Sind sie das? Ist es notwendig, dass die beste Freundin alle Fotos kommentiert, mit den Worten, dass es keinen schöneren Menschen gäbe, obwohl sie im Hinterkopf genau weiß, dass sie selbst doch viel hübscher ist als ihre Freundin. Die Menschheit verliert drastisch an Niveau. Das muss mal gesagt werden.
Wieso legen wir eigentlich so viel wert auf unser Aussehen? Das frage ich mich. Ich glaube oft, dass es gut ist, dass ich nicht die Hübscheste bin, dass ich meine Brille tragen muss, nicht die dünnste bin und eine Zahnspange habe. Ich verliere mich nicht selbst. Ich bin noch ein Mensch, ich kann auch mal weinen, denn das gehört zum Leben. Ich habe noch die Fähigkeit, mich manchmal für mich selbst zu schämen und deswegen zwei Tränen zu verlieren. All die schönen Mädels, die müssen nicht über sich weinen, wieso auch? Es gibt doch keinen Grund mehr dazu. Und dann heben sie ab, auf Wolke 7, bis sie irgendwann ganz tief fallen. Sicher haben diese Leute auch Probleme, daran zweifle ich kein bisschen, und sicherlich weinen sie auch, aber nicht wegen sich selbst. Ich bin stolz darauf, so zu sein wie ich bin und keiner kann mich je ändern. Wer mich liebt, der liebt mich, weil ich Tini bin, die gerne Schwachsinn erzählt, am liebsten Texte schreibt und gerne Lieder singt. Und wer mit mir befreundet ist, der mag mich, weil ich (hoffentlich) eine gute Seele habe und immer da bin, wenn man mich braucht, vorausgesetzt ich nicht selbst gerade am Ende mit meinen Kräften. 
Manchmal, ja manchmal, da will ich auch schön sein. Dann habe ich auch das Bedürfnis, mich nicht schämen zu müssen. Wenn das der Fall ist, dann gibt es Kontaktlinsen und ich fühle mich besser. Aber so will ich nicht oft sein. Ich will nicht oft so schön sein. Ich will, dass man mich kennenlernt, bevor man mich liebt, bevor man mich gern hat.
Ich kann nur den lieben, der mich liebt, der meinen Charakter liebt. Ich kann nur den gern haben, der mich akzeptiert. So wie ich bin. 


16.11.2012

da bin ich wieder - die gute alte liebe

Die Sehnsucht wetzt ihre Messer an mir,...bis ich irgendwann verblute. 

Man kann die Liebe nicht auslöschen und man kann sich auch nicht von ihr ablenken. Ist sie da, dann sucht sie nach Befriedigung, nach einer anderen Liebe. Doch was, wenn es keine andere Liebe gibt? Wenn sie sich allein fühlt auf dieser Welt, wenn ihr keiner das bieten kann, was sie sucht. Dann kann Liebe schmerzen. Dann wird sie zum größten Übel.
Aber man kann sie ja nicht einfach verdrängen, man kann sie nicht auf den Mond schießen, ohne dass sie wieder herunterfällt. Irgendwie hat alles seine Vor- und Nachteile.

Wer mal auf das Datum gesehen hat, wird wohl wissen, dass heute Freitag ist. Die nächste Zeit wird hoffentlich etwas chilliger und bald ist schon wieder Weihnachten, obwohl gerade noch Sommerferien waren. Es ist erschreckend, wie die Zeit davonläuft und uns hinter sich her schleift. Ich werde mich wieder mehr der Schreiberei widmen, das verspreche ich euch!
Schönen Start ins Wochenende!


01.11.2012

Zeit


Ich wünsche mir mehr Zeit. Aber Zeit kann man leider nicht vervielfachen. Bedauerlich. Es wäre doch so schön, gäbe es mehr Zeit.
Mehr Zeit zum Musik hören, stundenlang, ohne dass man etwas anderes nebenbei erledigen muss. Nur Musik. Nur die Töne und der Text, damit man alles mitbekommt, dass sich die Liedzeilen im Kopf einbrennen und man eine Verbindung dazu aufbauen kann.
Mehr Zeit zum Denken, einfach nur, um sich bewusst werden zu lassen, wie schön das Leben ist, was man daraus machen will und welche Wege man einschlagen möchte.
Und Zeit zum Erinnern, damit alte Zeiten nicht ganz vergessen werden und man das besser machen kann, was man vorher vielleicht nicht gut gemacht hat, also dass man aus seinen Fehlern lernt.
Ich wünsche mir mehr Zeit dazu, in der Dunkelheit am Klavier zu sitzen und Adele zu imitieren, wie sie ‚Someone like you’ singt. Ich würde gern viel öfter alte Bilder anschauen, aber wann hat man schon einmal Zeit dazu? Alte Erinnerungen und Verbindungen.
Auch möchte ich gern viel mehr Zeit mit meinen Liebsten verbringen, ihnen zeigen, wie gern ich sie habe und neue Kontakte knüpfen.
Ich hätte gern mehr Zeit, um das zu lernen, was mir Freude bereitet, mehr Zeit zum Singen und dafür, der Sonne beim Untergehen zuzusehen, mehr Zeit für Sport und fürs Lesen, denn das bereitet mir Freude. Und ich möchte gern viel länger schlafen, wenn es die Zeit mir erlauben würde, aber das tut sie nicht. Denn die Zeit ist nicht aufzuhalten, sie ist begrenzt und wird es immer bleiben. Wir können die Zeit nicht ändern, sie kennt nur eine Richtung und diese führt in die Zukunft. Was bleibt sind Erinnerungen, die uns wegen Zeitmangel nur selten wieder in den Kopf kommen, weil wir gestresst sind. Immer nur gestresst. Ist das ein gutes Leben?

danke für den wunderbaren tag, liebe lydi <3


30.10.2012

Ebbe und Flut

Wenn es mir schlecht geht, dann überhäufen sich die Gefühle, dann könnte ich platzen vor Wut und Traurigkeit und die Tränen spritzen förmlich aus meinem Gesicht. Dann entsteht in mir eine Flut, die Flut von Gefühlen. Und in diesen Situationen gibt es für mich Menschen, bei denen gerade Ebbe ist. Menschen, die meine schlechten Gefühle aufsaugen und mir, ganz egal wie, dazu verhelfen, dass sich dieses schlechte Gefühl ausgleicht. Meist reicht es, wenn man mit ihnen reden oder schreiben kann. Sie sind für mich da und alles wird besser, weil ich nicht alleine bin.
Doch wenn man alleine ist, dann überflutet man. Dann bricht man aus, ein Tsunami von Tränen, bis es schlussendlich ganz schlimm kommt. Besser gesagt psychischer Tod.
Und wenn die Ebbe nichts mehr zum ausgleichen hat? Wenn es keinen gibt, dem man helfen kann? Dann trocknet man innerlich aus. Gefühlskälte. Leere. 


29.10.2012

memories and happiness


Ich lausche meinem Lieblingslied eines altbekannten Freundes meiner Seele. Wer das ist? Das tut nichts zur Sache. Tatsache ist, dass er ein Mann ist und von Liebe singt. Er möchte in den Armen seiner Geliebten sterben. Und ich? Ich höre dieses Lied und muss weinen, weil es einen Teil meines Lebens ausmacht. Weil es mich zurück in die Zeit bringt, als noch alles ganz rosa, pink und magenta war, als noch Schmetterlinge durch meinen Körper flatterten und ich in einer anderen Welt lebte. Eine Zeit, in der die Liebe mich regierte.
Und nun? Ich stimme mit ein, weil ich glücklich bin, zumindest ein bisschen und weil der Mann singt, dass glückliche Tränen laufen dürfen. Wir singen ein Duett, der Freund meiner Seele und ich. Um uns ist alles erfüllt von Wärme.
Damals liebte ich einen, der den altbekannten Freund meiner Seele gern mochte und deswegen begann auch meine Seele, den Sänger zu mögen, weil es eben IHM gefiel und ER mir diesen Künstler zeigte.
Und heute? Heute bin ich enttäuscht wurden von der großen Liebe. Aber ich konnte nicht in die Zukunft blicken. Man kann nur Einsicht in die Vergangenheit nehmen und diese sagt mir, dass ich bei diesem Lied glücklich war und wieso sollte ich es nicht auch jetzt sein? Auch wenn ich nicht mehr liebe, auch wenn ich IHN nicht mehr liebe. IHN, der mir diesen Sänger gezeigt hat. Wieso sollte ich darauf verzichten, bei diesem Lied glücklich zu sein.
Nur glückliche Tränen dürfen laufen, nicht aber unglückliche.
Also höre ich weiter und singe mit ihm, mal eine Terz drüber, mal eine darunter und es tut gut. 

20.10.2012

Stille

Stille, das ist eine Zeit, in der keiner nach einem ruft, wenn man allein ist und nur noch fähig ist, zu fühlen. Die Stille lässt einen zurückblicken in alte Zeiten, als alles noch ganz anders war. Ganz anders und viel schöner. Sie regt einen zum Nachdenken an und gibt neue Kraft. Doch ist es immer ganz still, ganz leise? Man hört doch fast immer etwas, ob es die rauschenden Herbstbäume, das grollende Gewitter, der plätschernde Regen oder zwitschernde Vögel sind. Irgendwie symbolisieren sie auch alle Ruhe und Zufriedenheit. Die Natur ist nie still, aber wir können es sein. Vielleicht unterstützen diese Geräusche unsere innere Stille,…
Ich frage mich, ob Musik auch eine Art Stille ist? Bei Musik wird man ruhig, sagt nichts, konzentriert sich nur auf die Melodien. Das ist dann wohl die menschliche Stille, ebenfalls Zeit der Ruhe, um abschalten zu können, nur von Tönen begleitet, die einem diesen Zustand der Stille ermöglichen.

Ich mach ein Lied aus Stille

Ich mach ein Lied aus Stille
Und aus Septemberlicht.
Das Schweigen einer Grille
Geht ein in mein Gedicht.

Der See und die Libelle,
Das Vogelbeerenrot,
Die Arbeit einer Quelle,
Der Herbstgeruch von Brot.

Der Bäume Tod und Träne,
Der schwarze Rabenschrei,
Der Orgelflug der Schwäne,
Was es auch immer sei,

Das über uns die Räume
Aufreißt und riesig macht
Und fällt in unsre Träume
In einer finstren Nacht.

Ich mach ein Lied aus Stille.
Ich mach ein Lied aus Licht.
So geh ich in den Winter,
Und so vergeh ich nicht.
Eva Strittmatter




Ein Dankeschön an Berni für das Thema. Wenn ihr auch Ideen habt, über was ich schreiben könnte, dann kommentiert einfach. :)
Malli - Malla - Mallorca, jetzt komme ich!
Bis nächste Woche, ihr Lieben! <3

14.10.2012

erwartungen


Vielleicht sollten wir uns weniger Erwartungen stellen. Wenn wir uns die große Liebe wünschen, dann warten wir tagtäglich darauf und sie will einfach nicht kommen. Das ist echt verflixt. Aber wenn wir nicht auf sie warten, wenn wir uns ablenken, an etwas anderes denken, als an unseren Traumpartner, vielleicht geht es dann viel schneller? Dann wird man überrumpelt mit Gefühlen und das ist doch wunderschön. Wenn man sich schon vorher alles ausgemalt hat, was man machen möchte, was man sich wünscht, dann wird es schlussendlich nur noch halb so schön. Wir sollten viel mehr auf uns zukommen lassen, also wartet nicht. Irgendwann kommt die Zeit, bei den einen eher, bei den anderen später.


10.09.2012

Gespräche


Heute wurde mir mal wieder klar, wie viel ein ordentliches Gespräch wert ist. Was wäre, wenn wir nicht miteinander sprechen könnten? Dann würden all die Missverständnisse irgendwann ausarten. Das gemeinsame Sprechen ist die Grundlage für eine ordentliche Familie, einen ordentlichen Freundeskreis und für eine gute Beziehung. Außerdem gibt es noch den Vorteil, dass man, wenn man über seine Probleme und Sorgen spricht, immer jemanden hat, der einem zuhört, solange man nicht völlig ohne Freunde im Leben steht. Sicher kennt ihr auch das Gefühl, alles in sich hineinzufressen, aber das ist der falsche Weg! Wir müssen reden, wenn uns etwas bedrückt, wir müssen ehrlich sein, zu anderen und zu uns selbst. Es bringt uns nichts, wenn wir hinter dem Rücken andere Personen auswerten, über sie sprechen, vielleicht auch noch schlecht. Wie soll sie sich ändern oder verteidigen. Es ist ein Fehler den viele Menschen begehen. Unzählige Freundschaften und Beziehungen sind an Missverständnissen gescheitert, weil es kein klärendes Gespräch gab, keine entschuldigenden oder einsehenden Worte, kein Happy End. Fehlt uns der Mut, ist es die Angst, nicht die richtigen Worte zu finden? Egal welche Worte, egal wie trist oder emotional, Hauptsache Worte. Wenn wir reden, können wir uns gegenseitig helfen und aufbauen oder einen richtigen Weg finden. Das ist es doch, was wir wollen, der richtige Weg, aber wieso sprechen wir dann viel zu selten miteinander? Ist es, weil wir uns doch nicht richtig kennen? Weil es viel leichter ist, über Facebook zu schreiben? Das ist wohl der Grund, aber am Ende kommt nichts Gutes dabei raus.