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10.04.2014

Freiheit

Freiheit.
Nun kann mir keiner mehr etwas vormachen. Endlich spüre ich sie am eigenen Leib und verstehe ihren tieferen Sinn, welcher mir alles Glück dieser Welt offenbart.
Endlich bin ich frei, atme ein und aus, liebe die Luft, wie sie in meine Lungen strömt und dort ihr Unwesen treibt. Es ist eine tolle Vorstellung, wie ein außerhalb meines Körpers existierender Stoff plötzlich ein Teil von mir ist, sich mit meinem Blut vermischt und durch meine Adern fließt, um mir das Leben zu ermöglichen. Ausatmen. Dann ist plötzlich was von mir da draußen und wird durch den Wind mit all den anderen Stoffen vermischt, die so in der Luft herumfliegen, während ich am Straßenrand auf einem Hügel stehe und die Schönheit des Moments genieße. Frei von Stress, Hektik und Streit, ohne Liebe und Gefühle, nur mit dem Gedanken im Hinterkopf, die besten Freunde zu haben.

Es ist die Zeit meiner Rebellion. Als Kinder schworen wir uns, nie etwas zu machen, was nicht den Normen entspricht. Niemals Alkohol, keine Drogen, das übliche Geplänkel. Doch unsere Generation Y wuchs in eine Zeit hinein, die den Drang nach solchen „Helfern“ geradezu herausfordert. Schule stresst und man hat sonstige Probleme, da hilft einem der ein oder andere Exzess, mal wieder alles zu vergessen. Wir waren immer viel zu lieb. Gerade Mädchen sind klischeebehaftet, da sie sich immer an die Regeln halten mussten. Und dann folgt irgendwann die benannte Zeit, in der man sich selbst das Gegenteil beweisen muss. Man macht Dinge, die man selbst noch vor wenigen Monaten nicht von sich selbst erwartet hätte. Aber warum damit aufhören? Es gehört zu uns. Zu dieser Zeit. Zu unserer Generation. Lieber mache ich eine Nacht drauf, als mich ritzen zu müssen, weil die Probleme mir so anhängen. Ich finde darin Wege der Besserung für mich selbst. Früher war ich nett (was nicht heißen soll, dass ich es heute nicht mehr bin) und ich hielt mich an die Regeln. Der Dank meines Schicksals war es zu dieser Zeit, mir immer wieder Unglück entgegenzubringen. Doch ich lerne daraus, mache ein paar Dinge, die keiner von mir erwartet, und schon geht es mir selbst richtig gut. Dann bin ich endlich ich selbst. Und das verleiht Freiheit. Am allerschönsten ist es, diese Zeit mit einem Menschen zusammen zu durchleben und gemeinsam über die Veränderungen lachen zu können. Wir alle sagen, dass es unser Ausgleich ist, über die Stränge zu schlagen. Und nun kann ich endlich leben, ohne das ständige Verlangen meines Herzens nach einer bestimmten Person. Es will nun sogar viel mehr, nämlich all die Menschen, welche mir wirklich das Gefühl geben, einen Wert zu haben und die bei mir sind, wann immer ich sie brauche, um mit ihnen stundenlang zu lachen.

04.04.2013

Jeder von uns...

Die Ferien laufen ganz gut, außer dass die übliche Frühlingserkältung mich schon wieder heimgesucht hat. Davon lass ich mich jedoch nicht aus der Fassung bringen. Morgen geht's zum Konzert von Scala & Kolacny Brothers. :)


Gestern war ich die liebe Lydi besuchen. Sie kam auf die Idee, den Menschen eine "Nachricht" zu übermitteln. Nur wie sollten wir das machen? - "Auf einen Zettel schreiben und an einen Pfosten kleben, wie auf den Bildern bei solchen Tumblr-Blogs!" 
Gesagt, getan. Wir suchten uns als erstes ein schönes Zitat raus. Die Auswahl war riesig und schlussendlich entschieden wir uns für dieses: 'Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben.' - Casper.
Der Sinn hinter diesen Worten erschien uns am bedeutsamsten. Nun ging es ans Zeichnen. Zuerst eine Skizze, dann auf ein ordentliches A5-Papier. Die Gestaltung erwies sich als gar nicht so einfach. Wir entschieden uns für weniger Farbe (benutzten einen Wachsmalstift) und hoben die wichtigsten Worte hervor, indem sie einen leichten Schatten bekamen oder von roter beziehungsweise grüner Farbe flankiert wurden.
Wir laminierten unser Blatt ein und machten uns, bewaffnet mit Hammer und Nagel, auf den Weg zu einem passenden Holzschild. Der Wind fauchte bitterkalt über das Feld, kaum zu glauben, dass vor einem Jahr schon 20°C um diese Zeit waren...
Jedenfalls nagelten wir unsere "Nachricht" irgendwo im nirgendwo an ein Schild, das die Richtung zu den Dörfern angab.


Außerdem gab es die ersten Erdbeeren in diesem Jahr! Bäh, diese hochgezüchteten Dinger aus dem Süden waren kein bisschen süß und hart wie Stein! Aber Hauptsache Erdbeeren, die gaben mir das erste Mal in diesem Jahr ein Gefühl von Frühling. Angeblich soll er ja nächste Woche kommen. Ich warte gespannt. Ihr sicher auch? Das ständige Grau macht einen ganz verrückt... 



28.01.2013

how it's supposed to be...


Jeden verdammten Scheißtag in unserem Leben versuchen wir zu überstehen. Alles lassen wir über uns ergehen, jeden Schmerz, jeden Stress, jeden Ärger, immer mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass sich irgendwann einmal etwas ändert. Schlimmer als jetzt kann es ja nicht mehr werden. Tränen müssen auch irgendwann wieder verschwinden. Entweder sie fallen durch die Luft und platschen auf den Boden, oder aber sie trocknen auf der Gesichtshaut fest, sodass man noch spüren kann, welchen Weg sie auf der Wange gewählt hatten.
Und wir entwickeln Bilder in unseren Köpfen von lachenden Gesichtern, von Traumpartnern, von Liebe und Zuneigung, von Freiheit und Zufriedenheit. Es entstehen Vorstellungen für unsere Zukunft und der Wunsch, dass wir irgendwann einmal ein Leben führen können, das nicht von so viel Einsamkeit und Trauer geprägt ist. Ein Leben, wie man es sich immer vorgestellt hat. Vielleicht der Traum, eine Familie zu gründen, zu heiraten oder an den Strand zu fahren und ins Wasser zu rennen?!
Doch was bilden wir uns ein?
Dass es einfacher wird?
Dass uns irgendwann das Glück in die Arme fällt?
Wir erwarten viel zu viel. Wie heißt es so schön? - „Das Leben ist kein Ponyhof“
Wahrscheinlich sind es einfach die Gedanken an bessere Zeiten, die uns ein bisschen mehr Zuversicht und damit auch Freude schenken. Hoffnung als ein positives Gefühl. Freude auf etwas, das einen erwarten könnte. Schöne Vorstellungen von Zeiten, die geprägt sind von Glück und Liebe.
Ich weiß, dass irgendwann alles besser wird, wenn es im Leben gerade mal nicht gut läuft, aber wird es je eine Zeit geben, in der man wunschlos glücklich ist und die nie ein Ende nimmt?
Daran zweifle ich noch…
Vielleicht muss man dann aber wenigstens nicht mehr weinen, weil man Menschen bei sich hat, die einem die Tränen aus dem Gesicht wischen. 




26.10.2012

Es sind die kleinen Dinge, die einem das Leben versüßen!


Draußen ist es kalt. Gerade noch saß ich auf der einzigen Straße, im Schein der Straßenlaterne. Man hörte nichts. Stille. Es ist ja schon dunkel. Alle sitzen mit ihren Familien im Wohnzimmer und schauen vermutlich fern. Doch die Straße ist zu unübersichtlich, also setzte ich mich auf die Mauer. Die mit den roten Ziegelsteinen drauf. Die Katze auf meinem Schoß. Meine Füße hängen in des Nachbars Garten. Plötzlich höre ich Autos, auf der Landstraße nebenan. Dann ist wieder alles ruhig. Nur das Summen der Zeitschaltuhr ist zu hören. Es duftet nach Natur. Nicht wie tagsüber! Einfach nach sauberer Luft. Bevor meine Hände erfrieren, wärme ich sie mir unter ihrem Fell. Ängstlich und doch bestimmt vergräbt sie ihren Kopf unter meiner Hand. Im Teich springen die Fische aus dem Wasser. Einer nach dem Anderen. Platsch. Platsch. Ich beobachte den Mond, wie er immer weiter Richtung Horizont wandert. Und die Sterne wie sie immer heller leuchten. Stimmen dringen an mein Ohr, doch ich kann sie nicht deuten. Ein Auto fährt davon. Die Katze schreckt hoch, doch es war ja nichts weiter. Ein Abend wie er sein sollte, fehlt nur noch.. ein Flugzeug. Keine 10 km fliegt es über meinem Kopf hinweg. Ganz deutlich kann ich die verschiedenen Lichter erkennen. Ich könnte Stunden damit verbringen. Die Prinzessin in den Armen, schläft bald ein. Ich genieße einfach nur die Stille. Den Moment der Ruhe und Entspannung. Alle Last der letzten 14 Tage fällt von mir ab. Ich überlege ob ich mich hinlegen soll, jedoch ist es zu kühl. Als dann mein Bauch knurrt, entschließe ich mich doch erst einmal Essen zu gehen. Balancierend schreite ich die Mauer entlang, schon ein wenig traurig. Aber mit Sicherheit weiß ich, dass es Morgen wieder so sein wird. Still. Sitzend. Die Katze auf dem Schoß und einfach mal Abschalten.

- Michi - 

29.08.2012

Bali Teil 2

So ihr Lieben, aufgrund einer einzelnen Person kommt jetzt der 2. Teil von Bali. Viel Spaß! :)


Vielleicht erstmal zu unserem Hotel. Wir waren im Legong Keraton Beach Hotel untergebracht. Es war wunderbar. Die Entfernung von unserer Wohnung bis zum Meer waren ca. 150 Meter. Das heißt also, wenn man abends noch Lust hatte, konnte man einfach raus gehen und die Wellen beobachten. Leider waren diese oft so hoch, dass das Baden verboten war, aber dafür gab es ja den Pool. Auch nachts hörte man, wie die Wellen über den Ozean peitschten. Da schlich sich manchmal sogar ein bisschen Angst in meinen Kopf, weggespült zu werden. Wie man merkt, ich habe es aber überlebt und wurde von keinem Tsunami mitgerissen. ;) Vom Balkon aus konnten wir durch die Palmen den Horizont sehen, darunter das tiefblaue, stürmische Meer und die Surfer, außerdem hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Hotelgarten und Pool. Die Pflanzen waren saftig grün und trugen ein buntes Blütenkleid. Es war ungewohnt für mich, schließlich hatten wir um diese Zeit Winter in Deutschland und alles ist dort grau und farblos gewesen. Der Kontrast war unglaublich.

 



it all starts with the sand…
unbelievably fine smoky sand that streches
for miles in the misty early morning hours.






4 Personen - Family
Ich erinnere mich genau an den 13.02.2012. Der Geburtstag meines Bruders. Es war der erste richtige Tag auf Bali. Wir frühstückten direkt am Meer. Es rauschte im Hintergrund. Um uns herum wedelten überall die Palmen. Fantastisch. Das war die nächsten 14 Tage jeden Morgen so. Immer ein leichter Windhauch, der einen sanft weckt und dieser tägliche Anblick.
In der Stadt war viel los! Wir schauten uns das alles genauer an. Die Straßen waren ziemlich eng und jeder machte, was ihm in den Sinn kam, da gab es nicht etwa so etwas wie Verkehrsregeln. Irgendwie hat sich immer alles geregelt. 
Essen!!!!!!!!
Tankstelle :D
Es fuhren wieder tausende Mopeds herum und es schien so, als würden sie kein Ende nehmen. Bis zu fünf Leute haben sich auf so eine kleine Maschine gesetzt und sie hat ihren Zweck erfüllt. Normal war es auch, sich seine eigene kleine Küche an das Moped zu bauen und mit dieser herumzufahren und den Fraß zu verkaufen.
Wie ich so die Straßen entlang lief, sah ich in jedem Geschäft am Straßenrand Figuren in allen möglichen Größen. Was waren das für Dinger? Es waren die balinesischen Götter. Es muss wohl tausende geben. Jede Familie hat einen eigenen… Wir bestaunten die Teile und ich bewundere die Menschen heute noch, wie sie die Sache mit dem Glauben so extrem ernst nehmen können und dafür manchmal jahrelang an solchen Figuren herumschrauben und machen. Das ist echt wahnsinnig!
Löcher im Fußweg - keine Seltenheit

Die hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze waren anfangs total unerträglich, also suchten wir uns eine Bar und schlürften Cola und andere Kaltgetränke. Das tat gut, eine kleine Erfrischung und nebenbei konnte man das Gewusel auf der Straße und in den Geschäften beobachten. Nebenbei wird gleich mal ein Gespräch mit der netten Bedienung auf Englisch begonnen. Alle Menschen sind so herzlich auf dieser Insel! So viel Freundlichkeit und Hochachtung vor den Mitmenschen hat hier in Deutschland keiner. Das fällt sofort auf.
Als wir dann alles erkundet hatten und auch unser Hunger gestillt war, hielten wir eines von den „Blue-Bird-Taxis“ an. So hießen die Dinger und ungefähr jedes 2. Auto war eines davon. Sonst sah man nur große Familienwagen (für die, die es sich leisten konnten) und natürlich Mopeds. Also Taxis gab es auf Bali mehr als genug und die Fahrten waren auch noch spottbillig! Da kostete eine einstündige Fahrt höchstens 5 Euro. Ist das nicht ein Traum? Die Fahrweise von den Angestellten ließ dann aber doch zu wünschen übrig. Es glich einer Achterbahnfahrt… Aber das war schon okay.
Abends sind wir dann wieder in den Pool als kleine Abkühlung. Nebenbei ging die Sonne unter und verabschiedete sich mit einem wunderbaren Anblick für uns. Die Grillen zirpten und an den Hauswänden hingen die Geckos.

Teil 3 folgt irgendwann mal… :)

20.08.2012

Bali Teil 1


Da ich nicht weiß, was ich für euch schreiben könnte, will ich euch jetzt von meinem Urlaub im Februar berichten. Das ganze wird wohl in mehrere Teile ausarten, der nächste folgt dann wohl morgen oder so, denn was es zu Bali zu erzählen gibt, das ist eine ganze Menge! Ab und zu findet ihr sicher auch ein paar Ausschnitte aus meinem Bali-Tagebuch.

Also beginne ich einfach mal damit, euch zu erklären, wo denn dieses Bali überhaupt liegt… Es ist eine ziemlich kleine Insel nördlich von Australien und gehört zu Indonesien. Viele Balinesen sagen, die Form der Insel würde der eines Fisches ähneln, dafür brauch man aber viel Phantasie! Die meisten Menschen leben im Süden der Insel, wo auch ich mich aufgehalten habe, denn im nördlichen Teil besteht Bali nur aus Reisfeldern und Regenwald, wo ich natürlich auch mal vorbeigeschaut habe. Es leben fast 4 Millionen Menschen auf der kleinen Insel und ein Großteil davon ist hinduistisch.
So das war’s erstmal mit den Grundinfos…

Ich war natürlich mit meinen Eltern unterwegs. Wir hatten ziemlichen Reisestress vor uns. Die erste Station war Frankfurt. Wir fuhren mit einem völlig überfüllten ICE (Regiozüge waren ausgefallen) und ich durfte ca. 3 Stunden der Fahrt stehen, weil alle Plätze besetzt waren. Das war schon ziemlich stressig, aber glücklicherweise hatten wir in noch eine Zwischenübernachtung in Frankfurt. Ich fuhr also das erste Mal in meinem Leben mit einem Taxi und das durch Frankfurt am Main bis zu dem Hotel, wo es erstmal eine schöne Pizza gab. Ich fiel ins Bett und wurde am nächsten Morgen um ca. 7 Uhr von meiner eigenen Stimme geweckt: „Aufstehen, wir müssen nach Bali!“ Das war das einzige Grinsen an diesem Tag. Wir frühstückten und wurden dann von einem Shuttle zum Flughafen gebracht.
Die große Reise begann also ziemlich früh und der Tag wollte einfach nicht enden, denn schlafen ging im Flugzeug nach Taiwan kein bisschen. Es war zwar dunkel, aber man war einfach noch viel zu aufgewühlt von all den Eindrücken und der Vorfreude. Ich machte also kein Auge zu. Die ganze Zeit lief irgendwelche Musik oder ich schaute sinnlose Filme wie „Jonny English“ oder wie das hieß. Langweiliger ging es kaum und dann brachten die zarten Chinesinnen auch noch Essen ran. Ihr könnt mir glauben, da wurde mir echt schlecht! Das Zeug stank bis zum Himmel, obwohl ich da ja schon war… Jedenfalls war es echt erbärmlich und ich hatte den ganzen Flug lang, also ca. 12 Stunden, nichts Richtiges im Magen und wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht ohne Essen kann. China Airlines, ich werde dich mein Leben lang hassen. :)

Völlig übermüdet kamen wir dann irgendwann in Taipeh/Taiwan an (östlich von China) und machten die Dutyfreeshops unsicher. Bei meiner Suche nach Danbos bin ich aber leider leer ausgegangen. Ich bekam dann natürlich auch gleich etwas Ordentliches zwischen die Zähne und beobachtete die vielen verschiedenen Menschen aus allen möglichen Nationen. Das war eine spannende Sache, wenn mir nicht gerade die Augen zufielen. Zur Stärkung gab es extra noch Lindtschoki aus Deutschland. Zwischen dem letzten Flug und dem nach Bali hatten wir über 3 Stunden Aufenthalt in Taipeh und das warten war uns schon da genug.
Leider dauerte aber auch der 2. Flug noch einmal mindestens 5 Stunden. Die Entschädigung war dann ein Fensterplatz. Ich schlief den kompletten Flug durch und wachte kurz vor der Landung auf. Unter mir befanden sich das tiefblaue Meerwasser und viele kleine bewachsene Inseln mit weißen Sandstränden. Das war ein traumhafter Ausblick und ich versuchte, mit der Handycam Fotos zu machen, was mir nicht richtig gelang.
Wir landeten und ich zog mir gleich die Jogginghose aus, denn es war drückend heiß und die ganze Luft schien voller Wasser gewesen zu sein, so hoch war die Luftfeuchtigkeit. Zwei Balinesen holten uns ab, einer davon konnte etwas Deutsch sprechen und er erzählte uns über die Insel. Wir stürzten uns in den verrückten Verkehr. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich so viele Fahrzeuge, vor allem Mopeds, auf einmal gesehen habe. So krass war es nichtmal in den USA! Überall nur Autos und Roller, es blickte wirklich keiner mehr durch und ich schloss einfach die Augen und wünschte mir, heil im Hotel anzukommen. Je näher wir in die weniger bewohnten Gebiete kamen, legte sich das Chaos auf der Straße und wir bewunderten die Häuser, die Menschen und das ganze Leben in diesem fremden Land. Uns blieben die Münder offen stehen, denn alles was wir sahen, war kein bisschen mit unserer deutschen Lebensweise zu vergleichen. Es war einfach alles anders. Wir beobachteten Hunde, die einfach über die Straße liefen, sodass die Autos anhalten mussten und kleine Kinder, die an unseren Fensterscheiben klopften und bettelten. „Was ist das nur für ein Leben?“, dachte ich mir. Wir kamen im Hotel an und wurden gleich mit einem Drink begrüßt. Alles war wunderschön angelegt, exotische grüne Pflanzen und Blüten, wohin man auch blickte. Im Hintergrund hörte ich das Meer rauschen. Er war ganz in der Nähe.
Wir bezogen unser Zimmer und ich viel gleich erstmal ins Bett. Später schauten wir uns noch ein bisschen in der neuen Umgebung um und machten Fotos, bis ich in meinen Träumen versank.







All der Stress, die Hektik und die Aufregung der Anreise waren vergessen, denn der Anblick dieser Natur ließ uns alles vergessen. 14 Tage durfte ich in diesem beeindruckenden Land verbringen und so unglaublich viel Neues sehen, hören und vor allem lernen, dass es mir heute keiner mehr nehmen kann. 

Hier noch ein Ausschnitt aus dem Bali-Tagebuch:
Die Sonne strahlt extrem doll und es gibt hier meterhohe Wellen. Wie haben uns noch den Sonnenuntergang angeschaut, gegessen und Fotos gemacht, bevor wir ins Bett gefallen sind. Schon der 1. Balitag war unvergesslich schön. Kann das getoppt werden? Ich vermisse meine Leute und meine Geschwister. ...


Ich liebe dich, Bali. 


15.07.2012

Phantasie...



Die Blätter der Bäume rauschen. Ein leichter Wind weht durch ihr Haar, frisch und kühl. Sie hört die Vögel, merkt, wie das Gezwitscher ihr ein Gefühl von Freiheit gibt. Neben ihr ein kleiner Bach, er plätschert leise. Sie geht einen kleinen Weg entlang. Allein ist das Mädchen nicht, ihr Hund begleitet sie. Still und ruhig laufen die beiden, ohne ein Ziel vor den Augen zu haben, als würden sie ihr Leben lang in der Natur wohnen. 
Durch das dichte Blätterdach schleichen sich einige Sonnenstrahlen auf den Waldboden. Einige Kräuter und Pflanzen werden dadurch angestrahlt. Es riecht wie nach einem frischen Regenschauer, obwohl es seit Wochen nicht geregnet hat. Sie atmet tief durch, dann legen sich Hund und Mädchen in das grüne Gras. Über ihnen sind die Baumkronen, dahinter erkennt man den hellblauen Himmel, welcher von winzigen Cirruswolken überschwemmt wird. Sie liegen sehr lange so da, beobachten die sich bewegenden Blätter und Wolken und lauschen deren Geräusche. Irgendwann spürt sie die nasse Nase ihres Hundes auf der Haut. Er hatte sie angestupst. Sie weiß, was das bedeutet. Schuhe und Socken aus und im Bach baden. Das Wasser spritzt unaufhaltsam durch die Luft, schlussendlich sind beide klitschnass. Die Sonne trocknet alles wieder.
Sie gehen weiter den Weg entlang, auf der Suche nach dem absoluten Höhepunkt des Tages, aber hatten sie den nicht schon?

Liebe, Freiheit, Freude und Freundschaft, alles vereint. ♥






07.07.2012

Rain makes everything better.

Wenn der Himmel mal wieder weint, so wie heute, dann befreit er sich von all seinen Sorgen. Fühlt mit ihm, lauscht dem Regen, wie er plätschert und freut euch auf die Sonnentage, die folgen werden. 
Irgendwann wird alles gut. 
Vielleicht hilft es euch, RAINY MOOD und ein extrem trauriges Lied gleichzeitig zu hören... 
Glaubt mir, das wirkt tief im Herzen.
http://www.rainymood.com/

30.06.2012

Phantasie



Es ist Sommer, verdammt warmer Sommer. Die Schweißtropfen verteilen sich über seinem ganzen Körper, denn er läuft durch die pralle Sonne. Das vertrocknete Gras am Wegesrand scheint fast abgestorben zu sein. Er nimmt seine Wasserflasche und verteilt das nasse Gut über den ganzen umliegenden Boden. Er selbst bekommt nichts ab, was er auch nicht will, denn sein Ziel hat er schon fast erreicht. Am Horizont erkennt er das gelbe Schild seines Lieblingsortes. Nun schleicht sich ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht, die Vorfreude steigt. Durch die Musik, die nebenbei läuft, scheint er zu fliegen. Ihm ist gar nicht mehr warm, zumindest spürt er die Hitze nicht. Die ersten Häuser tauchen auf. Er rennt zum großen Gerstenfeld, denn am Rand wachsen Kornblumen, Schafgabe und andere bunte Pflanzen. Er pflückt viele davon, bis er keine weitere Blume mehr halten kann. Dann geht er weiter, mit diesem großen Strauß. 
Die Sonne steht im Zenit, scheint ihn zu erdrücken, so viel Wärme gibt sie ab, aber es stört ihn nicht. Er geht die Straße hinab, nur mit einem Ziel vor den Augen. Irgendwann bleibt er stehen, vor einem kleinen Haus mit Vorgarten, in dem viele bunte Blumen wachsen. Durch ein Fenster sieht er sein Mädchen, das ihn schon erwartet. Er, völlig durchgeschwitzt, versteckt den großen Strauß hinter dem Rücken, welcher schon relativ ausgetrocknet ist. Sein Schatz öffnet ihm die Tür. Küsse, tausend Küsse und sie krallt sich an ihm fest, umarmt ihn, lässt ihn lange nicht mehr los. Es ist, als hätten sie sich jahrelang nicht gesehen. Das Mädchen nimmt lächelnd die vielen Blumen entgegen und holt eine Vase, die sie mit kühlem Wasser füllt und in welche sie den Strauß legt. 
Sie küsst nun wieder ihren Freund und fragt ihn, was sie an diesem Tag unternehmen wollen. Ihm ist es egal, er sagt ihr, er wäre mit allem zufrieden, Hauptsache, sein Schatz ist bei ihm. Sie holt ihm Wasser aus dem Keller, natürlich welches aus der Glasflasche. Er schätzt ihre Genauigkeit sehr. Die beiden ziehen sich Badesachen an und gehen raus in die Hitze zum Pool. Das Mädchen schubst ihren Freund in das kalte Wasser, er spritzt sie dafür ab. Die Tropfen auf ihrer Haut vermehren sich und schließlich springt sie auch ins Wasser. Küsse über und unter dem kühlen Nass, bis sie stoppen müssen, um atmen zu können. 
Die Zeit verfliegt, langsam bewegt sich die Sonne über den blauen Himmel in Richtung Westen. Er sucht sich einen langen Grashalm und streicht mit diesem über die Haut seiner Freundin. Lachend schlägt sie um sich, versucht ihn von sich fern zu halten, aber er umklammert sie, gibt ihr wieder Küsse. Den beiden wird es zu warm, sie gehen in das Haus, sehen das weiße Klavier im Wohnzimmer stehen und ohne nur ein Wort miteinander zu sprechen, sind sie sich einig, was sie als nächstes machen wollen. Er spielt für seine Freundin viele unbekannte Lieder, die ihr das Herz berührend. Sie liegt auf dem Boden, träumend, verliebt wie noch nie. Später muss sie für ihn spielen. Er umarmt sie von hinten und schaut ihr auf die Hände und achtet darauf, wie sich die einfachen Bewegungen in wunderschöne Melodien verwandeln. Pure Leidenschaft, beiderseits. 
Der Junge bekommt Hunger und die beiden bereiten sich ein prächtiges Abendbrot vor, welches sie im Garten, auf der Picknikdecke sitzend, verspeisen. Später legen sie sich hin, schauen gemeinsam in den Himmel und beobachten das Schauspiel. Er färbt sich von einem blau in ein weiß, dann zu einem gelb, bis hin zu einem tiefen Orange. Die Sonne verschwindet hinter Nachbars’ Haus und die blaue Stunde beginnt. Sie reden über Gott und die Welt, alles was ihnen gefällt und was sie bedrückt. Nichts ist mehr geheim. Am Himmel tauchen die Sterne auf. Sie suchen den hellsten, denn dieser gehört nur ihnen. Der Vollmond strahlt hell in die warme Nacht und die Glühwürmchen beginnen, zu fliegen. Ein riesiges Lichtermeer verteilt sich über dem Paar. Sie liegen auf der Decke, Arm in Arm, bis sie gemeinsam einschlafen…



24.06.2012

Weltreise


Jeder Mensch macht im Leben seine eigene kleine Weltreise. Keine Weltreise auf die Art, wie wir sie kennen, sondern eine durchs Leben.
Man erlebt unendlich viele Situationen, teils gute, teils schlechte und sammelt Erfahrungen, die einen im weiteren Leben helfen. Versucht euch an die guten Zeiten zu erinnern, wenn es euch mal schlecht geht und genießt die schönen Momente.
Man lernt viele Menschen kennen, und auch da gibt es wieder welche mit gutem und mit schlechtem Charakter. Versucht herauszufinden, wer euch liebt und es ernst meint und meidet Menschen, die es nicht gut mit euch meinen.
Ebenso muss man herausfinden, was für einen selbst das Beste ist. Testet es aus, sucht in eurem Leben das, was euch am wichtigsten ist und genießt es umso mehr. Es wird euch Kraft geben. Denkt mehr über euch nach, was ihr tut und macht, schätzt das Gute und arbeitet an dem Schlechten, dann wird eure Weltreise ein fantastisches Abenteuer.
Euer Weg wird sich immer wieder vor euch teilen und ihr werdet entscheiden müssen, welchen ihr gehen wollt. Ich wünsche euch, dass ihr immer den richtigen wählt!
Gott gab uns die Chance, die Welt zu entdecken und sie zu verändern, also los!


16.06.2012

Regen


Lydi ist heute bei mir zu Besuch. Ich machte uns einen Smoothie aus Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und einer Banane. Wir schlürften das Ding und quatschten ausgelassen. Danach kam mein Klavierlehrer und ich spielte mit ihm verschiedene Lieder. Lydi hörte aufmerksam zu. Ich spielte ‚Regen’ von Enno, was wohl das einzig interessante Stück für Lydi war. Wir hörten verschiedene Lieder und schauten uns die Fotos von der Konfi an. Später zogen wir uns alte Babyvideos von mir rein und aßen Eis. Ich bekam Hunger und wir kochten gemeinsam Nudeln, die wir dann verspeisten. Während des Essens, begleiteten uns verschiedene Musiker, die für uns sangen. Wir schauten uns Bilder an und bereiteten uns dann auf einen kleinen Spaziergang vor. Jogginghose an, dann ging es los. Die Kamera, Seifenblasen und gute Musik waren im Gepäck. Wir liefen meinen Berg hoch, beobachteten den hellorangenen Himmel, der sich über uns befand. Oben angekommen bemerkten wir, dass es anfing zu regnen. Wir rannten wieder nach Hause und brachten das Handy und die Cam in Sicherheit, dann rannten wir wieder hoch, voller Emotionen. Es fing nun heftiger an zu regnen, die Wolken platzten und benieselten uns leicht. Wir gingen weiter. Kein Haus war nun mehr in Sicht, nur die Bäume begleiteten uns auf unserem Weg ins Nichts. Wir hatten kein Ziel, außer dass der Regen uns befreit. Es fing an zu blitzen und der Donner verbreitete leichte Angst in mir, aber die Neugier und die Freude waren viel größer. Wir rannten über die Straße, ein Auto kam vorbei. Dann schauten wir uns den Himmel an, mit seinen verschiedenen Farben. Er teilte sich auf, in eine dunkle Wolkenwand, die viel Nässe mit sich brachte und eine grauorangenen Schicht. Es ist echt schwer zu beschreiben, viel zu groß und unendlich war dieser Anblick. Wir rannten ins Gerstenfeld. Um uns herum blitzte es gewaltig. Wir setzten uns einfach in den Dreck, es war alles egal. Ich beschaute Lydi, sah nur sie und das Gerstenfeld herum. Der Himmel wurde nun dunkelgrau bis dunkelorange, schien auf uns herab zu fallen. Die Regentropfen wurden immer schwerer und fielen voller Leichtigkeit vom Himmel. Es war, als würde der Himmel alles ausweinen, was sich angestaut hatte. So, wie es uns auch manchmal geht. Wir hielten unsere Gesichter hoch in den Himmel, sodass der Regen sie abkühlte. Trotzdem war uns angenehm warm. Lydi stand auf, lief herum. Ich hatte Angst wegen den Blitzen, rannte ihr trotzdem hinterher. Es ging quer über das Feld. Das Laufen viel immer schwerer, denn unsere Sachen sogen sich voll mit dem Wasser des Himmels. Wir rannten zurück zur Straße, mit den Schuhen durch die Pfützen und wieder an den Bäumen vorbei. Es folgte ein langer Sprint, entlang der Bäume, durch den monsoonartigen Regen. Wir vergaßen alles Schlechte, genossen einfach die Zeit zu zweit in dieser einzigartigen Kulisse. Der Himmel fing nun an, aufzureißen. Wir beobachteten das seltene Schauspiel. Ein kleiner hellorangener Spalt zog sich über uns durch die dunklen Gewitterwolken. Dahinter befand sich hellblauer Himmel. Es war nun mittlerweile 21:30 Uhr und trotzdem noch so hell wie am Tag. Es faszinierte uns. Wir zogen unsere Blusen aus und liefen im Top wieder in Richtung zu Hause. Unterwegs schüttelten wir uns die langen Haare und bewässerten sie mit dem kühlen Regen. Wir rannten nun wieder durch die vielen Pfützen, spürten das Wasser an den Füßen. Der Regen ließ langsam nach. Zu Hause fotografierten wir den Riss im Himmel.
Jetzt sitzen wir hier, hören tolle Musik, schreiben diesen Text und erinnern uns an dieses unvergessliche Ereignis zurück. Draußen heult wieder der Regen. Wir genießen die Ruhe im Kerzenlicht.

Das Licht spiegelte sich auf unserem Weg.
Wolkenriss <3


Lydi und ich beim Haareschütteln :D




13.06.2012

Freiheit

Hallo Genossen! 
Heute bin ich mal dran. Also ich bin Lydi, mehr braucht ihr nicht wissen. Ich wurde von Tini angehalten, heute mal was zu schreiben. Da mir überhaupt nichts eingefallen ist, womit ich euch belustigen kann, greife ich doch einfach mal das Thema von gestern auf. Sinn des Lebens. 

Da fragt man sich doch manchmal ernsthaft, was es bringt circa 80 Jahre auf dieser scheiß Welt zu sein, in der jeder an sich denkt und facebook immer mehr Kontrolle über uns gewinnt. Was hat es der Menschheit gebracht, dass ich da war? Was will sie mit mir? Einem kleinen, unscheinbaren Dorfkind? 
Was ist mein Sinn des Lebens? Nein, nicht Liebe, Familie, Freunde. Es ist die Freiheit. Wisst ihr was ich meine? Es ist dieses Gefühl, draußen zu sein und an nichts denken zu müssen. So richtig draußen. Dort, wo keiner ist, dort wo du alleine bist. Ob nachts oder tagsüber. Das bringt mich so zur Ruhe, das lässt mich vergessen, was sonst so los ist.
Ich will nicht, dass ihr denkt, dass ich die Liebe, meine Familie oder meine Freunde nicht zum leben brauche. Sie sind das wichtigste, was es überhaupt gibt, das steht fest. Aber was wäre mein Leben, ohne mal abschalten zu können? Ohne mal Zeit für mich selber zu haben und das zu tun, was ich will? Ich glaube, dann könnte ich gegenüber den anderen nicht mehr sein, wie ich bin. Ich weiß nicht, ob das jeder so nötig hat wie ich. Ich denke, jeder hat seinen eigenen Sinn des Lebens.
Und mein Ziel ist es auch, am ende irgendwo glücklich zu sein, sagen zu können, dass man etwas geschafft hat und sich selbst treu geblieben ist. Ich will etwas erleben, ich will reisen überall hin. Ich will zur Ruhe kommen und mich mit dem zufrieden geben, was ich habe. Ich will nicht der Typ Mensch sein, der allem Materiellen hinterherjagt und sich einbildet, ohne ein iphone nicht leben zu können. Ich will mich über die kleinen Dinge freuen können. So kitschig wies klingt, aber es ist einfach so. Ich möchte immer Menschen um mich haben, die ich liebe und die mir helfen und andersherum. 
Tini schrieb gestern „Man sollte vor dem Tod sagen können, dass es doch gar nicht so sinnlos war, wie man es in schlimmen Situationen gedacht hat.“ Den Satz fand ich richtig genial, denn es stimmt doch. Klar, es gibt diese schlimmen Situationen, in denen man denkt, es geht nicht mehr. Aber dann.. Dann kommen wieder tage, in denen man sich so sehr wünscht, dass das leben nie aufhört. 
Das Leben ist viel zu kurz. Kaum ist man da, ist man schon wieder weg. Selbiges gilt für diesen Text hier. Der, der bis hier runter gekommen ist, ohne einzuschlafen bekommt einen Daumen. 

Man sieht sich.
Ich hab dich lieb, Tini! <3






10.06.2012

Feel free



Am 27. Mai 2012 feierten Tom, Schlotti, Michi und ich Konfirmation und diese Bilder entstanden bei der kleinen Nachfeier am 28. Mai. 
Wir zelteten irgendwo in der Wildnis und genossen das Bad im Teich, den fantastischen Sonnenuntergang und die Wühlmäuse in der Nacht. 
War wunderschön!